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Theo, Tabansi und Kevin - 3 minus 1 ist gleich 2 - Eine Geschichte mit Happyend für hoffentlich alle Beteiligten
Ich möchte meine schwäbischen Mitbewohner ab 08.09.2005 vorstellen: Theo, Tabansi und Kevin.
Wie bin ich zu ihnen gekommen? Nach Teddys Gehen kamen mir im Traum irgendwann
später die Worte Pelzer, Theodor, grau, Chinchilla. Also war klar, wer als nächstes einzieht, er musste nur noch gefunden werden. Mir wurden in den ersten Tagen und Wochen so einige
Chins plötzlich von verschiedenen Seiten angeboten, aber ich war überhaupt nicht dafür aufnahmefähig. Ca. ein Monat später lud mich Angi zu sich ein. Mit Absicht flog ich, ich wollte
keine Knopfaugen mitnehmen und fliegen dürfen sie ja schließlich nicht. Außerdem war mir mittlerweile klar: ich wollte kein Chin suchen, es sollte mich finden, wie mich vor 5 Jahren Teddy gefunden hatte.
Bei Angi kam so einen kleiner Knopf gleich zu mir an, dachte schon, der ist es. In meinem Zimmer dort
standen auch so süße Knopfaugen. Alle schauten mich an, spielten mehr oder weniger mit mir - außer einer - der versteckte sich nur. Als ich mich nach 2,3 Tagen schon so bisgen mit dem Gedanken anfreunden
konnte, zumal der ja noch sooo winzig war, also noch ewig wachsen musste, kam jener kleine Angsthase
aus seinem Versteck, sah mich ganz groß an. Ich hockte mich zu ihm und fragte ihn, ob ich ihn streicheln
darf. Vorsichtig machte ich den Käfig auf, vorsichtig näherte er sich mir. Als wir uns in die Augen schauten, schossen mir nur noch die Tränen in die Augen: Der selbe Teddyblick, das Teddygesicht, die
Teddyohren...ich hatte das Gefühl, ihn ewig zu kennen. Wir spielten miteinander. Er hatte so einen Spaß.
Als ich ihn dann plötzlich mit Teddy letztem Kosenamen anredete, bekam ich selbst einen Schreck, aber damit war mir klar, ER ist der, der mich finden sollte, ER ist Theodor. Später erzählte mir Angi die
Geschichte von ihm, dass er bzw. seine Vorfahren wirklich vom Pelzer stammen, er nicht gewollt war und
mit 2 Wochen eingeschläfert werden sollte, quasi seine ganze Familie...naja, und ich glaub, ich brauch jetzt nicht mehr zu erwähnen, dass er auch noch grau - sprich Standard - war.
Dann war da noch Cujo - ein Standard, welcher am selben Tag
geboren wurde, an dem mein Teddy ging. Cujo war ziemlich anders wie andere Chins: er war ein Riesenbaby, Angi konnte ihn nicht anfassen, er biss zu, Cujos
Mutter duschte mich mehrfach, als ich mich nähern wollte...aber ich wollte ihn doch wenigstens mal sehen, mal streicheln. Unmöglich! Nun, ich glaub, ich war die erste, die ihn auf dem Arm hatte und er
war sooo lieb zu mir. Angi dachte jedoch nicht, dass er sich mit Theo verstehen würde, aber pünktlich zum Vergesellschaftungsalter machte dieser eine positive Verhaltenswende und es klappte, nachdem
Theo kurz vorher Bekanntschaft mit Kevin schloss, der bereits so gut wie vermittelt nicht mehr gewollt war.
Cujo hab ich umbenannt. Eigentlich sollte er ein Thimba werden, aber der Name sollte es nicht sein, aus mehreren Gründen. So fragte ich ihn selbst und stellte ihm die 3 möglichen Namen vor, die mir
gefielen: Thimba, Tabansi, Takeo. Cujo antwortete und ich verstand Tapsi. Ich frage, ob er Tapsi heißen möchte. Nein, bekam ich deutlich. Also Ausschlussverfahren, jeden der 3 Namen abgefragt.
Als dann der Name Tabansi an der Reihe war, meinte er "JA, Tapsi!" Also meinte er damit Tabansi, ich konnte es nur nicht richtig verstehen.
Somit heißt Cujo nun Tabansi (Taps). Cujo wollte, dass Kevin weiterhin Kevin heißt und so soll es sein.
Als ich Angi von der Namensänderung erzählte, musste sie grinsen und erzählte mir, dass ihr Mann wohl immer Tapsl zu Cujo sagte. Naja, ich
übe ja noch die Kommunikation mit Tieren, da kann man sich schon mal Tapsi und Tapsl verhören.
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Donnerstag, 08.09.05 Der Schwaben-ICE kam mit Theo,
Tabansi (Tapsl) und Kevin am Ostbahnhof an. Als erster begrüßte mich (nach Angi) der Theo. Ich war so aufgeregt; schon die ganze Woche gingen mit mir die Gefühle durch: das schöne Leben mit Teddy, Teddys
Abschied, die Leere, der Zwang, nach 3 Monaten den Teddy-Käfig leerzuräumen und neu aufzubauen, wie wird sich Bengee positiv veränderte, nicht bis fast nicht mehr biss, wird es den Neuen überhaupt bei
mir gefallen, kann ich überhaupt wieder Nähe eines Chins aufbauen...Fragen über Fragen. Ich spürte in all den Wochen meinen Teddy bei mir, vertraute auf meinen Bauch, das richtige zu tun, war aber auch
sehr dankbar für jede Ablenkung, um nicht verrückt zu werden mit meinen Gedanken.
Es war ein komisches Gefühl, plötzlich 3 kleine fremde Chins im Käfig zu haben. Sie waren sehr zurückhaltend,
erkundeten zögerlich ihr neues Zuhause. Bis sie sich bis zum Dach durchgekämpft hatten, dauerte ganz schön. Glaub, die hatten gar nicht damit gerechnet, dass der Käfig so viele Etagen hat. Aber was mich
von Anfang an wunderte, dass Kevin immer nur einzeln saß, versteckt im Tonschuh.
Montag, 12.09.2005 Jede Nacht war bisher Jagen und Streiten angesagt. Angi war genauso war so sprachlos
wie ich. Bei ihrer Abreise riet sie mir, die Tiere beim nächsten Streit in dieser Art in eine kleine Transportbox zu setzen, bis sich die Situation beruhigt. Hm, Angi saß kaum im Zug, gings los, also
Trennung. Nachdem Tapsl aber völlig unbeteiligt wie zu Stein erstarrt im Käfig saß, holte ich Theo und Kevin in die Box. Theo hing am kleinen Käfiggitter und verhielt sich ruhig, wollte raus, weil es ihm
zu klein war, war aber ruhig, weil er nur an den Streben nagte, um einen Ausgang zu finden. Kevin hingegen setzte sich immer wieder auf Theo, also als würde er ihn begatten wollen und biss ihn in dieser
Position neben das Ohr. Zuerst wehrte sich Theo, aber nur, in dem er zur anderen Ecke flüchtete. Kevin machte dies mehrfach hintereinander. Dann stellte er sich hochkant auf und fauchte wie Bengee. Theo
quetschte sich fast durchs Gitter, saß ruhig da, aber hatte Angst. Dann ging Kevin wie grad beschrieben wieder mehrfach auf Theo los. Nach wieder ca. 5-6 Attacken wechselte Theo noch nicht mal die
Position, sondern lies sich beißen. Kevin war m.E. wie in Trance. Er fand kein Ende. Auch schütteln der Box brachte nichts. Er machte weiter, nur für die kurze Zeit des Schüttelns konnte er ja nicht
angreifen. Dann plötzlich, Theo quietschte nur noch komisch, setzte sich Kevin wieder auf und stieß den Warnlaut mehrfach hintereinander aus. Nun dachte ich, er hat kapiert, dass der Große ihm nichts tut
und wollte ihn beruhigen, somit schnappte er nach mir. Theo fehlt Fell ohne Ende und kam völlig k.o. in den großen Käfig zurück
Erst jetzt sah ich Taps Verletzung. Taps saß wie angewurzelt die
gesamte Zeit auf dem Stein oben. Als Theo seinen "Rausch" ausgeschlafen hatte, traute sich selbst Taps nicht mehr in seine Nähe. Die Situation war super angespannt. Kevin zog somit durchs
Wohnzimmer, aber es änderte nicht wirklich was. Stunden später stellte ich Kevin zu Ben ins Zimmer. Ben wär am liebsten durchs Gitter vor Neugierde. Er fauchte nicht, war "nur" mächtig
aufgeregt. Kevin war zu k.o. , was zu machen. Er guckte ihn nur groß an und nach 30min lag er und schlief.
Dienstag, 13.09.2005 Heute bekam Kevin einen großen Käfig. Er scheint sich
darin wohl zu fühlen, wirkt plötzlich viel freundlicher. Bengee sah bei Käfigbau aus der Ferne zu. Anschließend durfte er, nachdem sich Kevin etwas umschauen durfte im Käfig, laufen. Beide haben sich
erst angefaucht durch die Gitterstäbe, versucht zu beißen, was aber misslang (zum Glück ist niemand auf die Idee gekommen, dass in Pfötchen beißen weh tun könnte). Ben war sehr aufgeregt, Kevin voll auf
Abwehr. Ich denke, bei ihm ist das EIGENTLICH nur Angst. Ben lief immer wieder zu Kevin hin, irgendwann fauchten beide etwas weniger. Einmal hat Ben am Gitter geguckt und Kevin hat sich einfach in die
Ecke verkrümelt und Heu gemümmelt. Beide hats nicht gejuckt. Gutes Zeichen?
 Theo und Taps saßen eng aneinander, kuschelten, gaben
sich Küsschen, sie fraßen aus demselben Napf, ließen sich füttern und saßen dabei völlig ruhig nebeneinander. Dann hat sich Theo auf den Holzklotz gesetzt und ich habe ihm
sanft über die Hinterzehen streicheln dürfen. Dann legte er seine Vorderpfötchen auf meiner Hand ab, kurze Zeit später legte er seinen Kopf drauf und schlief prompt ein. Öhrchen
wurden nach hinten geklappt, Augen geschlossen. Fehlte nur noch ein Schnarcher. So stand ich dann eine geschlagene
Stunde!!! still vor dem Käfig. Diese Stunde habe ich echt genossen. Sie hat mich unheimlich beruhigt und entspannt (ich hatte sooo viel Ärger auf Arbeit) und dabei hatte ich nach langer Zeit wieder sein
freudiges Herzgehüpfe gespürt, welches ich die letzten Wochen vermisst habe, wenn ich mich mit ihm verbunden habe. Es war die richtige
Entscheidung, das ging schon länger mit den "Unannehmlichkeiten" der Drei. Davon bin ich überzeugt. Ich werde jetzt Petra, die
Tierkommunikatorin, einschalten und sie soll die drei nach Grund und was sie wollen befragen. Wenn ich meinen Bauch befrage, lasse ich
Theo und Tapsl jetzt zu zweit. Sie waren richtig vergnügt. Auch nachts (hab wieder neben dem Käfig geschlafen). Sie sind durch den Käfig
getobt, haben nach dem jeweils anderen gerufen, total harmonisch. Von Ben und Kevin hab ich auch nichts gehört, kein Keifen, nichts. Ich wünschte, es wird mit den beiden klappen.
Alle Tiere bekommen nun Bachblüten ins Trinkwasser, um den Stress besser auflösen zu können.
Mittwoch, 14.09.2005 Ich hab die halbe Nacht mit meinen Mäusen gespielt. Bengee hat mich einmal leicht angebissen, als ich
mit Kevin gekuschelt hatte und ihn anschließend anfassen wollte. Aber kein Fauchen. Ich hoffe noch immer.
Theo hab ich gestern meinen Arm an die obere Tür gehalten und 2x ist er darauf rumspaziert. Tapsl hat es
sich aus der Entfernung angesehen, sich aber noch nicht getraut. Aber er hat sich gestern getraut zu fressen, während meine Hand am Napf lag. 2x hat er sich auf meine Hand gesetzt und sich von oben
Richtung Futternapf runtertragen lassen. Heute morgen lies er sich dann etwas streicheln, ebenso wie Theo
schon gestern Nacht. Das wird, das dauert nicht mehr lange. Taps ist noch schreckhaft, auch, wenn ich mich nachts mal umgedreht hab oder komische Geräusche (Wind: Gardine rieb sich an Palme) auftraten,
die sie nicht kannten. Aber das ist ja völlig normal.
Donnerstag, 15.09.2005 Ich hatte Bengee in seinem Zimmer laufen. Er ist, wie gestern auch schon, öfters mal zu Kevin an den Käfig
gegangen. Wieder ohne Fauchen, nur durch die Gitter gezwickt, aber ohne Verletzungen. Nach einer Weile
habe ich Kevin mit raus gesetzt, weil er immer wieder an das Türchen kam, m.E. mit raus wollte? Zwar hat
Bengee den Kevin gejagt, aber "friedlich", also ohne beißen. "Nur" Fell ist bei beiden geflogen. Und es war kein permanentes Knäul, sondern
immer mal wieder hinterhergejagt. Ich denke, wenn Kevin mal stehen geblieben wäre...glaub, Bengee wollte ihn beschnuppern. Kevin hat ab
und an seinen Babylaut von sich gegeben, mehr war an Geräuschen von beiden nicht zu hören. Beiden hat man die Aufregung angesehen.
Kevin war überrascht, dass er diesmal der Gejagte war , aber für mich als Vergesellschaftungslaie war eindeutig ein großer Unterschied zu
Kevin und Theo zu erkennen. Kevin war wie besessen, Theo zu beißen. Bengee war neugierig und gleichzeitig ängstlich.
Freitag, 16.09.2005
Leider hat sich die Situation gravierend geändert. Ich hatte ja die Petra (Tierkommunikatorin) eingeschaltet, weil ich wissen wollte, ob Bengee überhaupt Gesellschaft haben möchte, ob er sich
Kevin als Freund vorstellen kann, was Kevin denkt, wie die anderen beiden es finden, hier zu sein, warum Kevin derart ausgetickt ist usw. Viiiiele Fragen. Viiiiele Antworten, Antworten, die mich grad
so aus der Bahn geworfen haben, hab nur noch geheult. Hab die halbe Nacht nur geheult.
Bengee versteht gar nicht, dass er nicht mehr mit mir alleine sein darf, er will mich nicht teilen, will
seinen Käfig alleine bewohnen und wenn schon andere da sind, dann soll ich mir bitte vorher die Hände waschen, bevor ich ihn anfassen komme. "Wir hatten doch beide eine so schöne Zeit", O-Ton
Bengee.
Kevin will wieder zurück. Er will weder zu Theo und Tabansi, noch zu Bengee in den Käfig, noch will er mich als Frauchen haben, weil er ein
absolut ruhiges ausgeglichenes Frauchen braucht, weil er Angst hat, wieder so auszuticken. Das Austicken kam aus Stress/Angst. Ihm war
nicht klar, dass er wieder woanders hinkommt, für ihn war dies nur eine Zweckgemeinschaft. Richtig wohlgefühlt hat er sich bei Theo und Tabansi nie.
Theo und Tabansi empfinden sich wie großer und kleiner Bruder. Theo ist mittlerweile jetzt gerne hier, freut sich auf die Zeit mit mir, möchte
aber nicht mit anderen Chins verglichen werden. (Ja, die Lektion habe ich bereits gelernt, mein Fehler!). Tabansi hofft, hier endlich glücklich zu werden, ist aber noch zu ängstlich.
Harte Worte, aber sehr ehrliche Worte.
Samstag, 17.09.2005
Nachdem ich zum Shoppen geflüchtet war, um einen klaren Kopf zu bekommen, ist mir jetzt klar, dass ich
nach den Wünschen meiner Tiere handeln muss, wenn ich diese nun schon kenne, so schwer es mir auch fällt.
Ich verband mich mit jedem einzelnen und erklärte ihnen meine weitere Vorgehensweise. Ich hatte das Gefühl
der Erleichterung bei jedem einzelnen bekommen. Kevin kam abends kurz zu mir, um sich streicheln zu lassen. Bengee hopste vergnügt durch seinen Käfig. Theo ist gestern gaaaaanz zaghaft aus dem unteren
Käfigtürchen getreten. War das eine Überredungsarbeit! Habe ihm gesagt, es geht hinter dem Türchen noch
weiter, aber er muss von alleine wieder rein, damit ich ihn nicht jagen muss. Erst tapste er gaaaanz vorsichtig
einen Schritt vor den anderen, glaube einfach auch aus Angst. Dann sah er hinter jede Ecke (suchte er Kevin?) und dann wurde er sicherer und rannte (fast so schnell wie mein Teddy) über den Teppich. Von
alleine ist er wieder rein, ging schnurstracks zu Tapsl und dann gings los: quiek quiek quiek... Als erzählte er
ihm, was er grad erlebt hat. Total süß. Tapsl war aber nicht zu überreden und Theo war völlig ko. Nachts
schrie Tapsl, ich hab ihn beruhigt. Urplötzlich nahm er allen seinen Mut zusammen und kam auf meine Hand,
die ich ihm in den Käfig reichte, setzte sich rauf und lies sich kurz an der Seite, unterm Hals und überm Kopf
streicheln. Er kam immer wieder zu mir. Theo wartete etwas abseits, als wache er über ihn. Als Taps dann wieder mehr Angst wie Mut hatte,
kam Theo und machte ihm es vor: Also wieder auf die Hand und sich gaaanz mutig streicheln lassen (naja, nur kurz, aber an fast allen Stellen,
besonders unterm Bauch). Dann setzte sich Theo wieder etwas abseits und "schupste" Taps vor. Oh, war Taps mutig!!! Ich lobte ihn ganz dolle,
dass er weniger schreckhaft reagiert. Er war glaub selbst über sich überrascht, er setzte sich hin, hopste auf der Stelle hoch und quiekte
vergnügt. Und was machte Frauchen? Saß heulend vor dem Käfig und bedankte sich für das ihr entgegen gebrachte Vertrauen.
 Donnerstag, 22.09.2005 Heute hatte ich einen Gleittag und somit hatte ich heute viel Zeit morgens, diese Berge von Kötel zu entfernen (dazu
muss das Dach abgeschraubt werden und ich wollte die Mäuse doch noch nicht erschrecken). Taps setzte sich plötzlich ans untere Türchen. Vorsichtig öffnete ich es, er sah
raus. Ich sagte ihm, dass er nur raus sollte, wenn er auch von alleine wieder rein geht, so, wie es Theo auch tut. Er überlegte kurz und tapste dann vorsichtig von dannen. Theo
hinterher. So erkundeten sie heute gemeinsam mein Wohnzimmer. Glaub, beide hatten Spaß. Gaaaanz vorsichtig fraß jeder draußen aus meiner Hand eine kleine Rosine. Dann gings quiek quiek
wieder zurück in den Käfig - von gaaaanz alleine. Nun liegt Theo seitlich in der Korkröhre, Taps mit glühenden Ohren auf dem Stein und beide schlafen.
Samstag, 25.09.2005
Kevin hatte einen vorsichtigen Auslauf, aber Bengee hat ihn keine Sekunde aus den Augen gelassen, ist völlig wie aufgezogen durch seinen
Käfig gehirscht und hat ihn quasi von dort verfolgt. Wenn er gekonnt hätte, hätte er kraftvoll zugebissen, aber Frauchen war schneller und hat
Kevin immer vom Bengeekäfig weggezogen. Kevin wollte immer wieder Kontakt suchen, aber Bengee hat nur gefaucht und wollte beißen. Ich denke, auch das kann ich jetzt knicken.
Als ich anschließend mit Kevin knuddelte (er ist mittlerweile zahmer wie die anderen 3, lässt sich durch die Gegend tragen, knuddeln,
streicheln) war Bengee komischerweise nicht eifersüchtig, sondern saß ganz ruhig im Käfig und schaute zu. Dann machte ich einen
vorsichtigen Versuch und ging mit Kevin in der Hand an den Käfig von Theo und Tabansi. Erst schnupperten die beiden ganz vorsichtig, dann
jagten sie wie von der Tarantel gestochen durch den Käfig und waren für den Rest des Abends nicht mehr zu "gebrauchen". Diese Baustelle ist
also auch abgegrast - zurück - niemals. Das Verhalten der zwei war mehr als eindeutig.
Entscheidung Kevin fährt nächsten Samstag zu Angi. Er fing ja grad an, eine Beziehung zu mir aufzubauen, länger
zu warten wäre nicht gut für das Tier (hm, naja, auch nicht für mich, traurigguck). Ich selbst traue mir
eine Vergesellschaftung nicht zu, habe ja auch nicht groß die Wahl es zu probieren. So gesehen halte ich nach langem Gespräch mit Angi dies für das beste für ihn. Angi meint, dass Kevin zurück will, wie
die TK gesagt hat, ist eine Momentaufnahme. Das glaub ich ihr, denn mittlerweile ist er der zahmste von allen und das wär er nicht, würde er mich nicht mögen. Je nachdem, was (Böckchen oder
Weibchen) sich Kevin aussucht, entscheide ich weiter. Ein Weibchen kommt mir bei der Männerwirtschaft nicht ins Haus. Auch muss ich schauen, inwieweit Bengee mir nicht auf Dauer
weitere Chins fertig machen würde, denn er ist wieder fauchig bissig wie früher. Kevin ins Zimmer von Theo und Taps halte ich ebenfalls für ausgeschlossen. So gesehen muss der Verstand letztlich
entscheiden.
Theo und Taps haben gestern während des Telefonates mit Angi voll aufgedreht. Beide sind durchs
Wohnzimmer gerast - wie mein Teddy in seinen besten Zeiten - sind über Couch und Stuhl gesprungen, AUF MEINEN STEINEBRUNNEN (zum
Glück war der trocken!, weil aus), über die Schrankwand...usw. Taps fand die Bremse nicht und rutschte somit noch auf den abgelegten
Papieren auf der Schrankwand aus und fegte die im hohen Bogen runter. Wo bekomme ich nur ABS-Socken für Chins her???
Samstag, 02.10.2005
Kevin ist gestern erster Klasse zurück in Angis Arme gefahren, per ICE, 1. Klasse, mit freundlicher Unterstützung von Melanie. Ich hab Melanies
Eltern und Schwester ganz schön was vorgeheult, als der ICE los fuhr. Der Kleine war so süß und lieb und es fiel mir sehr schwer, obwohl ich ja weiß, es war die vernünftigste Entscheidung.
Eine Entspannung hab ich heute bei Bengee gespürt, der wie ein Kuscheltier nicht mehr von mir lassen wollte. Theo und Tabansi lagen
vollkommen entspannt auf der Seite!!! in ihrer Korkröhre, nachdem sie gestern Nacht sich erstmalig gaaaanz kurz knuddeln ließen (naja, als sie
aus Versehen aufs Fensterbrett sprangen und sich pflücken ließen, also mehr Überrumplung).
Donnerstag, 06.10.2005 Traurig bin ich auf jeden Fall, dass ich Kevin gehen lies, weil ich ihn sehr mochte. Wenn ich jedoch
KUSCHELTIER BENGEE so anschaue, der geht mir nicht mehr von der Pelle, hängt auf meinem Arm, wenn ich ihm nur die Chance dazu gebe...völlig verändert. Er akzeptiert die beiden T`s im
Nebenzimmer, ich darf ihn auch mal anfassen, wenn ich nach den beiden rieche. Sie fangen sich zaghaft an durch die Zimmer zu unterhalten.
Tabansi bekommt bald ne Leine um, grins. (IST NATÜRLICH NICHT ERNST GEMEINT) Der schafft es, auf den unteren Teil der Schrankwand zu springen, diese 3m entlang zu laufen, Anlauf zu nehmen
und über den Fernseher rüber wie beim Hochsprung zu springen.
Theo ist mir heute Morgen ausgebüchst. Morgens gibts immer Apfel und er wollte vom Käfig aus auf meinen Arm klettern. Hm, und dann hats
hops gemacht und er saß auf dem Boden. Fand er toll, aber mir sitzt morgens die Zeit im Nacken.
Alles in allem schaukeln sich beide immer mal wieder hoch, wenn einer aufschreckt, rennt der andere aus Freundschaft mal gleich mit weg.
Aber ich denke, das legt sich noch. Ist ja alles ungewohnt. Sie sind ja nur Kurort Dobel gewohnt, grins, woher sollen sie ahnen, dass die
Berliner Geräuschkulisse nicht gefährlich ist, dass es hier bei jedem Fußballspiel Feuerwerk im Wohnbezirk gibt und was auch immer noch für Geräusche, die sie nicht kennen.
 Samstag, 22.10.2005 In der letzten Woche musste Tabansi lernen, dass man Futter nicht
aus dem Mäulchen von Theo klaut, nur weil man schneller seinen Apfel auffrisst. Es war nicht einfach, aber gemeinsam haben wir es geschafft. Naja, Theo hat es sich auch klauen lassen. Ich habe also
Tabansi erklärt, was er falsch macht und eben auch Theo versucht klarzumachen, dass er sich nicht alles gefallen lassen darf. Theo lässt Tabansi gewähren, auf gut deutsch, Tabansi tanzt ihm ganz
schön auf der Nase rum.
Die Angst verschwindet auch so langsam. Bei jeder noch so kleinen Bewegung im Zimmer sind sie panisch weggelaufen. Jetzt
scheinen sie sich einzuleben und auch die Bachblüten werden ihren Beitrag leisten. Sie werden neugieriger und erkunden das Wohnzimmer und immer öfters lassen sie schon mal sekundenlange Berührungen zu.
November 2005 In einem Gespräch mit Theo hat er den Wunsch geäußert, einen weicheren Namen bekommen zu können. Nach vielem hin und her und vielen
Namensvorschlägen haben wir uns dann auf Theolino geeinigt.
Januar 2006
Also, seit meinem letzten Urlaub sind die beiden ganz anders. Erst dachte ich an eine Eintagsfliege, aber jetzt denke ich, mein Verschwinden
war „heilsam“. Auch danach die Woche krank hat ihnen gut getan. Tapsl ist lang nicht mehr so hektisch in seinem Verhalten, hat weniger Angst,
dadurch sind beide entspannter. Ihren inneren Wecker haben sie jetzt auf zw. 20 und 22 Uhr gestellt – ein Megafortschritt! Morgens findet es
Theolino jetzt schön, mir morgens um 5 Uhr auf den Arm zu springen vom Käfig aus – naja, eigentlich will er damit bezwecken, mir von
besagtem zu springen, um Auslauf zu bekommen, aber morgens Auslauf ist nicht mehr. Statt dessen sitzt er immer mehr still auf dem Arm –
von anfangs ner Sekunde sinds jetzt schon mal 10 oder paar mehr. Dann hopst er von alleine zurück auf den Ast, dreht sich rum und kommt
wieder zurück auf den Arm. So geht das dann etliche Male. Taps saß bis heute Morgen immer als Zuschauer des ganzen. Dann bemerkte ich,
dass er es eigentlich auch probieren wollte, sich aber nicht wirklich traute. Theolino ließ ihn auch nicht, schubste ihn weg. Ich erklärte Theolino,
dass Taps auch mal auf meinem Arm sitzen möchte und dass sie sich doch abwechseln könnten. Beide gleichzeitig geht nicht (trau ich mir
noch nicht zu, weil dann hopst garantiert einer in den Freilauf). Theolino ging also zur Seite und ließ Taps ran. Gaaanz zögerlich stieg er auf
meinen Arm und war ganz erschrocken, dass man still sitzen kann und dass es schön warm ist. Ich durfte ihn gaaaanz kurz knuddeln. Dann
hopste er wieder zurück auf den Ast und schaute Theolino zu. Ich muss nicht erwähnen, wie sehr ich mich freute.
Februar 2006
Vor kurzem hab ich eine neue Schlafcouch mit Bettkasten bekommen. Natürlich habe ich im Laden versäumt zu schauen, inwieweit der
Bettkasten chingerecht ist, denn ich bin davon ausgegangen, dass –wie bei meiner bisherigen- der Bettkasten mit dem Sitzteil abschließt.
Welch fehlerhafte Überlegung, grins. Taps zeigte mir abends, dass er da wunderbar durch den 2cm hohen Spalt krauchen kann. Nachdem er
wieder rausgekrochen kam, war sein Hinterteil total plattgedrückt, als hätte er sich die Hüfte gebrochen. So lief er die ersten Meter, bis er
wieder normal weiterlief. Sah echt lustig aus. Nur leider bekam er bei den folgenden Versuchen Angst im Bettkasten und schrie und saß wie
versteinert drinnen, pieselte vor Angst in die Ecke – Zeit, sich Gedanken zu machen. So verbarrikadierte ich alle Möglichkeiten in den
Bettkasten zu gelangen. Was tat Taps? Suchte alle Ecken ab und setzte sich anschließend mitten ins Zimmer uns knirschte derart laut und
gänzehautverdächtig mit den Zähnen – er protestierte, so laut er konnte.
Februar 2006
Ich hatte heute Morgen einen Kuscheltheolino…erst kam er kurz auf die Schulter – na gut, ehrlich gesagt, sah er die als Sprungschanze an, was
ich im letzten Moment mit Schwanzgriff verhindern musste. Puh, hat der Fell abgestoßen!!! Dachte schon, nu issa sauer, aber nö, hat sich im
Käfig umgedreht und ich hatte ihn wieder auf dem Arm. Kurz kuschelte er unter meiner Jacke, ansonsten hatte ich ihn mit beiden Händen
gehalten und konnt ihn abknutschen. Ach, tat das gut. Ich denke, er hat uns wieder belauscht. Taps machte sich indes an meiner Jacke zu
schaffen, schmeckte ihm gut. Und der hat wieder erzählt. Auf den Arm getraut hat er sich aber nicht, aber ich durfte ihn streicheln – angefangen
von unterm Kopf bis unter den Bauch. Theolino lies sich sogar über den Kopf bis hinter den Ohren streicheln!!! Das hat er noch nie! |
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Müde bin ich geh zur Ruh, decke mich mit Tabansi zu.
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2 Minuten vor 12, oder wie ein Kontrastmittel einem Chinchilla ein weiteres Leben schenkt
Mittwoch, 26.04.2006 Tage, Wochen vor diesem Tag gabs immer mal wieder Baumaßnahmen (Vorbereitungen
für Balkonanbau im Wohnblock mit Betondurchbruch für Balkontür). Heute dann der Höhepunkt: diese Baumaßnahme in der eigenen Wohnung. Alle Chins in Transportboxen in ein leiseres, hinten liegendes Zimmer
evakuiert. Nach ca. 8 Stunden waren die Arbeiten abgeschlossen und ich setzte die Tiere wieder zurück in ihre Käfige. Da sah ich bei Theolino, dass er einen Penisvorfall hatte und die Spitze sich bereits
blau gefärbt hatte. Anschaulich zeigte er jedoch ein völlig normales Verhalten. Also Theolino und Tabansi wieder zurück in die Transportbox und zum Tierarzt. Ich selbst versuchte es zu beheben, schaffte
es aber aufgrund einer fehlenden dritten Hand nicht, ihn festzuhalten.
Der Tierarzt schaffte, was ich nicht schaffte, zurück nach Hause. Für ein paar Minuten lies ich beide laufen – quasi zum
Stressabbau, dann war schlafen bis abends angesagt. Ständig fiel mein Blick unter sein „Röckchen“, alles ok. Abends liefen die beiden dann durchs Wohnzimmer.
Donnerstag, 27.04.2006 Die
Schwellung des Penis ist fast vollständig zurückgegangen. Was mich wunderte, die Hodensäcke waren stark geschwollen. Ich beobachtete. Da er jedoch munter war, abends draußen rumlief, unternahm ich
nichts, hielt es für eine Randerscheinung.
Freitag, 28.04.2006 Die Schwellung des Penis ist komplett abgeklungen, die Schwellung der Hodensäcke auch, denn nun sind sie komplett
eingezogen. Morgens hat er mir seinen geliebten Apfel verweigert. Abends wollten beide nicht laufen. Da Theolino jedoch von Natur aus ein sehr ruhiges Tier ist, ist auch dieses Verhalten, mal nicht raus
zu wollen, bei ihm normal.
Samstag, 29.04.2006 Es gibt neue Sitzäste in den Käfig. Beide ließen sich nicht groß stören und schliefen weiter. Durch die Vorbereitungen zum Renovieren
schob ich es auf den Stress, dass beide nur zum fressen mal runter kamen, jedoch nicht raus wollten. Auch Anthony und Louis waren ruhiger wie gewohnt.
Sonntag, 30.04.2006 Theolinchen
schläft auf der Seite – was aber bei ihm auch normal ist – nur liegt er ab spätem Nachmittag komisch zusammengerollt da, was mir große Sorgen macht. Ich nahm mit ihm Kontakt auf.
Kerstin – Hast du Schmerzen? Theolino – Ja Kerstin – Wo? Habe die Antwort nicht verstanden. Theolino – Lass mich einfach sterben.
Nix sterben, beide Tiere eingepackt und zum Tierarzt.
Gewicht gehalten, Temperatur normal, Zähne durch Otoskop betrachtet auf dem ersten Blick ohne Befund, Bauch weich. Ärztin weiß nicht wirklich Rat, schreibt wohl in ihre Unterlagen „vermuteter
Darmvorfall“ (was ich allerdings erst einen Tag später erfuhr). Sie ist als Assistensärztin alleine in der Klinik, mehr kann sie offensichtlich nicht tun. Ich soll morgen wieder kommen, da ist der
Nagerspezi da. Sie spritzt Elektrolyte, Antibiotika für den Fall einer Entzündung.
Ich versuchte ihm während des Tages immer wieder Critical Care (CC) einzuflößen – fast erfolglos, er verweigert
sich. Theolino hatte beschlossen zu gehen.
Montag, 01.05.2006 Theolino macht den Eindruck, als schwebe er gerade hinüber in Richtung Regenbogenbrücke. Taps schaut mich hilfesuchend an.
Was soll ich tun, mein Kleiner? Wieder empfange ich von Theolino, dass er sterben möchte. Hey, so schnell wird hier nicht gestorben. Du bist doch (fast) grad erst angekommen! Willst du Taps alleine
lassen? CC verweigert er, egal, was ich als Geschmacksneutralisator untermische.
Ich rufe meine TK-Lehrerin an, sie ist in den Maiferien. Also suche ich mich nach einer weiteren TK um und finde
eine grottenehrliche Frau: Sie bestätigt mir, Theolino will sterben. Seine Aufgabe bei mir ist erfüllt. Er sucht einen Weg zu gehen. Ich soll ihn gehen lassen. Zu viel hat er schon schlechtes erlebt,
bevor er zu mir kam, er ist müde geworden, will nicht mehr auf dieser Welt bleiben. Er hätte große Schmerzen im Unterbauch. Ich lasse fragen, ob Theolino einverstanden ist, dass ich mit ihm noch mal zu
dem Tierarzt fahre. Wenn es mich beruhigt, soll ich mit ihm fahren. Die TK fragt mich, ob sie ihm Heilenergie senden darf. Manche Tiere bewegt dies zum Umkehr ihres geplanten Weges. Es ist keine
Beeinflussung, sondern eine Möglichkeit, die jedes Tier annehmen oder auch ignorieren kann. Ich willige ein, lasse ihm aber ausrichten, dass ich ihn auf jeden Fall gehen lasse, wenn er es wirklich
möchte. Anderenfalls soll er mir ein klares Signal geben.
Endlich hat der Nagerspezi Dienst, ab zu ihm. Nach Berichten der Lage möchte er kurz sedieren, um nach den Zähnen zu schauen. Ich bitte
ihn um ein Röntgenbild des Unterbauches. Ich habe mein TK-Wissen verschwiegen und es „verpackt“ als mein Gefühl. War mir nicht sicher, ob er mir sonst geglaubt hätte. Der Doc verneint meinen Wunsch, der
Bauch wäre super weich und eben nicht gespannt, wie es bei Tympanie eben üblich wäre… Ich soll im Wartezimmer ausharren. Nach einer Weile kommt der Doc auf mich zu. Er hat Zahnspitzen entfernt, die sich
wie eine Brücke um die Zunge gelegt hatten. Im sedierten Zustand hat er dann doch mal den Bauch abgetastet und etwas im UNTERBAUCH ertastet, was in der Nähe der Blase liegt, aber direkt keinem Organ
zuzuordnen ist. Bittet mich um Erlaubnis für Röntgenaufnahme…Danke, Doc.
Auf der Röntgenaufnahme zeigt sich das ertastete harte Etwas als dunkler Fleck im Unterbauch. Der Magen war gut gefüllt,
im Oberbauch sah man Aufgasungen. Inwieweit der Darm unten schon zusammengefallen ist, konnte man nicht erkennen, man sah im Unterbauch eigentlich nichts weiter wie den Penisknochen… Der „Rest“ (Darm)
wirkte so farblos wie das Röntgenblatt selbst.
Der Doc riet, ein Kontrastmittel oral zu verabreichen und in 24 Stunden wieder zu kommen. Dann würde eine neue Röntgenaufnahme gemacht werden. Ich
willigte ein.
Zuhause angekommen machte fast sein Kreislauf schlapp, Theolino war schon richtig kalt. Ich wärmte ihn am Körper und bat Taps, ihn zu wärmen, was er auch tat. Dann suchte ich mir
Hilfe beim Halten und füllte ihm CC rein. Einen einsamen kleinen Kötel fanden wir.
Dienstag, 02.05.2006 Mit Haltehilfe brachten wir morgens 12ml! CC rein. Theolinchen wehrte sich schon
leicht gegen das Festhalten. Ich empfang: „Ich will leben“. Im Anschluss ging ich arbeiten. Dort meldete sich Teddy mit: „Er schafft es“ und kurz darauf Theolino mit: „Ich schaff es“. War es mein
Wunschdenken, was ich da hörte?
 Nach der Arbeit fütterten wir ihn wieder. Ich holte ihm eine
kleine Kötelkette raus. Hey, ein Zeichen! 5ml CC passten rein und dann geschah das Unglaubliche: Kötel an Kötel kam mit samt dem Kontrastmittel raus. Es war so zäh, ich
zog es quasi vorsichtig aus dem After raus.
Der Nagerspezi hatte heute keinen Dienst, somit sah sich seine Kollegin das Tier und die Kötel an. In
der Praxis nagte er die ersten Heuhälmchen und machte einen richtig munteren Eindruck. Theolinchen wurde geröntgt, jedoch das Röntgenbild wertet morgen erst der Nagerspezi aus. Mein Gefühl jedoch
sagt mir, dass dieses Etwas weg sein wird und es sich um eine Darmschlinge handelte. Es würde von der Lage er passen, wo der Penisvorfall war. Dann nämlich könnte es so sein, dass sich durch
den Stress die Darmschlinge gebildet hat, die den Penisvorfall ausgelöst hat. In der Folge davon durch die starken Schmerzen hat er aufgehört zu fressen. Durch die Tympanie konnte der Darm nicht
komplett zusammenfallen und durch das Kontrastmittel wurde der Darm quasi noch mal geschmeidig und durchgängig gemacht. Es war demnach also 2 vor 12.
Die Nacht über wollte Theolino seine Chefposition zurück und jagte Tabansi leider durch den Käfig. So viel Energie, wie er nun schon wieder
hatte…ich war nur noch am Staunen. Leider hat Tabansi die ganze Nacht über geschrieen und hopste mir freiwillig auf den Arm, obwohl ja
beide nicht wirklich zahm sind. Natürlich fingen die Kleinen dann im Wohnzimmer auch noch an und ich rannte die Nacht von Käfig zu Käfig, um alle wieder zu beruhigen.
Mittwoch, 03.05.2006
Heute Morgen haben mich beide mit einem „quiek, quiek, quiek“ nett begrüßt und sie saßen beide wieder zusammengekuschelt im Käfig.
Hoffe, mein Zureden hat geholfen und es ist jetzt wieder Ruhe zwischen den Beiden.
Anruf beim Doc. Ich sagte zu ihm: „Lassen Sie mich raten, das Etwas ist nicht mehr auf dem Röntgenbild erkennbar.“ Woher ich das wüsste,
fragte er, ich hätte Recht. Der Darm ist gut gleichmäßig gefüllt, nur noch vereinzelt winzig kleine Aufgasungen vorhanden, die sich jedoch von
alleine auflösen. Vielen Dank, lieber Doc, für die geniale Idee mit dem Kontrastmittel. Dies hat ihm wohl wirklich das Leben gerettet.
Freitag, 05.05.2006
Theolinchen ist wieder gesundheitlich voll hergestellt. Er genießt sein neues, sein drittes Leben, und ist soooo voller Kraft und Energie wie noch
nie - Tabansi ebenfalls. Eines hat sich bei beiden Tieren geändert: Sie sind anhänglich geworden, richtig kleine Kuscheltiere. Es ist einfach nur schön, so glückliche Chinchillas erleben zu dürfen. |
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Februar 2007 Ich war so was von gerührt, als Theo mir auf die Hand
kam (vom Käfigtürchen aus) und ich ihn über den Rücken und an den Ohren streicheln durfte...das durfte ich noch nie. Dann plötzlich durfte ich ihn an mich drücken und knuddeln. Taps wollte ihm dann
nacheifern und hopste auch noch auf meinen Arm. Allerdings wurden dann beide etwas unruhig (Taps kann ja nicht still sitzen...kleiner Hektiker) und hopsten beide wieder rein. Ich hoffe, es wird sich
wiederholen, Theo undTaps.
02.07.2007 Bis gestern Nachmittag völlig normales Verhalten. Am frühen Abend geht Theo auf unterste Brett und schläft. Gegen 20.30 Uhr sitzt er ganz unten im
Streu, er reagiert nicht auf meine Ansprache ich schicke Taps zu Theo, Theo verfaucht ihn, Taps reagiert erschrocken. Ich öffne das Käfigtürchen, Theo bleibt sitzen, lässt sich streicheln, für mich ein
Zeichen, da stimmt was nicht, pflücke ihn und gehe mit ihm ins Badezimmer (kleinster Raum), entdecke, dass er sabbert und bis zur Herzhöhe im Sabberwasser steht, an den vorderen Zähnen entdecke ich was
grünes (Angi meinte Pellet, aber die haben aufgelöst eine andere Farbe – jetzt im nachhinein gesehen), hole ihm diverse Kräuter und die Waage, nix will er fressen, Waage zeigt normales Gewicht an, Kötel
feste Form, allerdings ein wenig weicher wie normal, Bauch weich, Hoden eingezogen, sitzt mittlerweile völlig apathisch dort, wo man ihn hinsetzt. Tabansi (Taps) in Transportbox, Theo dazu, ab durch
Berlin, unterwegs noch Angi angerufen, Verdacht Zahnspitzen, Rätsel woher plötzlich innerhalb von Stunden.
Eeeewwwwwiiiiiiggggg in Tierklinik gesessen, plötzlich bewegt sich Theo, fängt an Heu zu
fressen vor meinen Augen, 30min später Kampf mit Taps in Transportbox, weitere 30min später fängt er an die Transportbox zu zerlegen, er lässt sich Nase streicheln, macht fitten Eindruck. Die
Nottierärztin untersucht ihn, entdeckt Reste der Transportbox, spült Mundhöhle aus, per Otoskop scheinbar keine Zahnspitzen – aber dicker Ratscher auf der Zunge, der blutet und anschwillt, Cortison
gespritzt, Temperatur ok, das wars. Theo – nun wieder völlig down – in die Box zu Taps zurück, ab nach Hause. Zuhause angekommen verlässt Theo eigenständig seine Box in den Käfig, geht baden, baden,
baden, geht nach oben, lässt sich eine Kaktusblüte geben und mümmelt sie weg, eine zweite folgte. Dann legte er sich schlafen. Am nächsten Morgen Begrüßung: quiek quiek, lässt sich streicheln,
nimmt mir einen frischen Apfel ab und mümmelt ihn weg. So, und was war nun die eigentliche Ursache?
18.07.2007 Ich kann nur jeden von euch warnen, achtet noch mehr auf eure Chins,
spendiert ihnen eine Klimaanlage, seht die noch so kleinsten Veränderungen, habt mindestens Effortil (Kreislaufmedikament) im Haus und handelt, wenn euch was komisch vorkommt, SOFORT!!! UND: ICH HABE
EINE KLIMAANLAGE UND TROTZDEM KANN ES PASSIEREN!
5.30 Uhr - Wecker klingelt, aufstehen, nach den Tieren sehen. Alle munter, bis auf Theochen. Er liegt im Käfig unten, Ohren an den Körper, Türchen
auf, ihn angefasst, Theochen fällt um. Ok, Türchen zu, Effortil, Rescue, Spritze geschnappt, Theo geschnappt, Effortil, Rescue, alles rein in den kleinen Kerl, zum Ausruhen auf die Couch gesetzt,
gewartet, gehofft, gebangt
6.00 Uhr - Theo will ein Stückchen laufen, fällt aber um. Effortil in Wasserspritze, ab ins Mäulchen damit. Wehren hilft nix, das muss. Nun liegt er platt auf mir, ich
lass ihn liegen.
6.15 Uhr - die Atmung wird ruhiger, der Schwanz hebt sich leicht, er will sich bewegen, schaffts aber noch nicht, fällt zur Seite
6.30 Uhr - Theo beginnt 3,4 Schritte zu
laufen, fällt NICHT mehr um. Ich setze ihn zurück in den Käfig, Taps kommt runter, sie knutschen vorsichtig
7.00 Uhr - Theo beginnt zu fressen, Gänseblümchen, Kaktusfeige, ausnahmsweise eine Rosine... Taps kommt runter und frisst mit.
7.15 Uhr - Theo läuft ein Brett hoch und steigt in den Tonschuh,
badet ausgiebig, schläft drin. Nach einer Weile gehe ich schauen, da sagt er zu mir: "Kannst gehen".
7.30 Uhr - Taps macht sich Sorgen. Ich bitte ihn, mal gaaanz vorsichtig nach Theo zu
schauen, was er auch macht. Scheint alles ok, kein besorgtes Gesicht von Taps und er tapst wieder nach oben und schläft weiter.
7.50 Uhr - Theo wacht auf, klettert vorsichtig im unteren Teil des
Käfigs rum, die Öhrchen stehen wieder da, wo sie hingehören, er hat einen wachen Blick, hopst grad wieder ins Sandbad, schläft weiter
August 2007 Dieser Sommer macht Theo absolut zu
schaffen. Bereits das 3. Kreislaufversagen. Der Kleine hat definitiv ein Herz-Kreislauf-Problem. Bekommt jetzt Crataegus D1 zur Stärkung und zur Klimaanlage noch einen Entfeuchter, der fast rund um die
Uhr läuft, ebenso wie die Klimaanlage und wir können ihm nur wünschen, dass diese Mischung ihn am Leben hält. Es ist erstaunlich, was offenbar an Feuchtigkeit von draußen durchs Mauerwerk rein kommt.
Traue mich schon gar nicht mehr, das Fenster nachts zu öffnen.
04.01.2008 Nachdem es nun schon wochenlang immer wieder zu Jagerei im Hause Theo und Taps kam, habe ich Taps angeboten,
beide zu trennen, wenn ER es möchte. Taps ist zwar oft derjenige, der alles auslöst, aber ich konnte beobachten, dass es jetzt oft so ist, dass beide neben- oder übereinander schlafen und scheinbar aus
dem nichts heraus beginnt Theo den Taps zu zwicken und dann beginnt ne böse Jagerei (wieder einmal). Das sind dann die Momente, in denen sich Taps in eines der Häuser verzieht und so was von jämmerlich
quietscht, das hör ich auch aus dem Nebenzimmer, wenn ich schlafe. Theo steht dann vor dem Haus, aufgerichtet wie ein Mensch und faucht wie eine Katze und das hört dann nicht auf. Die Steigerung ist
jetzt, dass Taps nach Theo in diesen Momenten schnappt oder es versucht, weil Theo immer und immer wieder dann den verschüchterten Taps aufsucht, statt ihn in Ruhe zu lassen. Taps sitzt dann nur
ängstlich im Haus, aber logisch, dass er sich dann auch mal verteidigt.
Gestern sind beide dann mal wirklich für ihre Verhältnisse lange draußen unterwegs gewesen, denn sonst sind sie nicht so
die Läufer. Kurz die anderen am Käfig ärgern, paar Runden drehen, aus. Abends danach gabs für beide Fernreiki, vorher für Taps schon direkt, da saß er still an meiner Hand. Die ganze Nacht wurde kurz mal
gestritten, aber es war schnell Ruhe.
08.01.008 Gestern kams wieder zum Megagau. Hatte nachmittags mit TK-Petra telefoniert und Theo und Taps befragen lassen bzgl. Trennung und warum
sie sich ständig streiten und jagen. Da kam dann raus, Platzmangel, Bewegungsmangel usw. Trennung nein, sie wollen definitiv zusammen bleiben. Theo gings wieder an die Luft, weil er mich ständig von
trennen reden hört, Notkäfig steht seit paar Tagen beim Ben im Zimmer... Also hat Petra wieder Theo behandelt, dann gings ihm lufttechnisch besser. Tja, und dann hab ich es gut gemeint und hab die beiden
abends rausgeholt und dieses Mal sind die ca. 40 min durchs Wohnzimmer gerannt - alle beide - das kenne ich von denen so gar nicht. Tja, und dann saß Theo unterm Tisch und nix ging mehr. Diesmal sahen
die Ohren topfitt aus, nicht rot, nicht angelegt, nur, als ich merkte, er läuft keinen Millimeter mehr, wollte ich ihm ein Rescue geben und das nahm er nicht, da merkte ich, wie ihm der Speichel
raustropfte. Naja, sehen, dass Taps reingeht in den Käfig, Kreislaufmittel aufziehen, Theo schnappen...leider das übliche Spiel. Taps saß ganz aufgeregt im Käfig, Theo mit mir davor, Taps riss seine eh
schon großen Augen noch größer auf (hatte ich das Gefühl), obwohl ja Chins nicht so gucken können sollen, registrierte er jede Bewegung, alles, was außerhalb passierte. War Mühe, ihn zu überreden, von
der Käfigtür wegzugehen, damit ich Theo reinsetzen konnte, ohne dass Taps wieder raus kommt. Ging aber dann ganz gut. Theo torkelte in den Sandschuh, badete und schlief. Aber gelernt hat er, ab und an
den Kopf rauszustrecken, damit ich nicht nerve, ob er noch lebt. Als es ihm besser ging, ging er nach oben zu Taps und beide haben übereinander geschlafen. Heute Morgen dann haben mich beide ganz
fröhlich begrüßt. Nun muss ich schauen, was ich mache, große Voliere, Untersuchungen, keine Ahnung. Hab nur Angst, dass er den Stress der Untersuchungen schon nicht wirklich überlebt...
25.01.2008 - Scheidung 2008 Gestern Abend war Umzug in die große Voliere. Anfangs war alles friedlich, sie erkundeten gemeinsam von unten nach oben das neue Zuhause. Mit einem Mal - für mich nicht
erkennbar, warum - sind die beiden miteinander verknäult und so dolle, dass Fell flog, es Bissverletzungen bei Taps gab. Diesmal war es nicht Theo, der die Kreislaufprobleme hatte, sondern Taps. Taps,
den ich noch nie wirklich anfassen konnte, saß auf meinem Arm und hat sich vom Schock erholt, er schrie vor Angst, hatte soooowas von knallroten Ohren, dachte jeden Moment, er stirbt am Schock.
Halbe Stunde später setzte ich ihn wieder in die Voliere. Stundenlang war Ruhe. Beide besuchten sich, näselten, schliefen nebeneinander. Ich wähnte mich in Sicherheit. Völlig fertig vom Bauen kuschelte
ich mich auf die Couch. Plötzlich - wieder nichts als Grund erkennbar, weil beide vorher zusammen schliefen - jagten sie sich von oben nach unten durch den Käfig, verbissen sich ineinander, sie fielen
aus halber Höhe auf den Boden und knäulten sich unten weiter und sie fanden einfach kein Ende. Als dann Taps wieder Theo an den Hals ging, trennte ich die beiden. Theo kam erst einmal in den ehemaligen,
halb auseinander gebauten Käfig, Taps - wieder unter Schock, bekam Medikamente und verzog sich ins Haus und schrie und schrie und schrie.
Theo bezog über Nacht - naja, eigentlich war es schon
heute Morgen... - das Zimmer von Bengee, der natürlich gar nicht "vorgewarnt" war und mich dementsprechend mit seinem Verhalten strafte, er biss, er fauchte... Theo hat die ganze Keilerei
überhaupt nichts ausgemacht - völlig verkehrte Welt - KEIN Herzproblem, KEIN Kreislaufzusammenbruch. Er fraß sofort, schaute sich um, badete, alles, als wär nie was gewesen. Taps braucht noch so ca. 2
Stunden, bis er auf die Mitte des Käfigs kam. Mit Geduld und vielen guten Worten versuchte ich ihn zu überzeugen, dass Theo nicht mehr im Käfig sitzt und Taps jetzt ohne Angst sein neues Zuhause erkunden
kann. Gaaaaanz vorsichtig und nach x Versuchen kam Taps dann mal bis auf den Boden runter, aber immer noch mit sooo viel Angst in den Augen.
Theo und Taps gehen jetzt getrennte Wege. Heute wird weiter gebaut und geschaut, wie
was geregelt wird. Taps muss sich jetzt erholen und wird dann hoffentlich einen neuen liebevollen Kuschelpartner finden, aber er soll das Tempo bestimmen.
26.01.2008
So, wie Taps gaaanz vorsichtig mit der Nase aus dem Haus kommt, ist derzeit das typische Verhalten. Was mir auffällt, er hat noch nie sooo tief und lange geschlafen, wie
derzeit. Selbst das Fressen am Tage fällt aus. Hab ihm dann immer schon was hingehalten, was er auch genommen hat. Er war (ist?) wie unter Schock. Er ist absolut
ängstlich geworden, vermutet hinter jeden Ecke den Theo. Selbst ein Locken mit Leckerlie wird zur Geduldsprobe. Wenn er dann doch mal runter kommt, dann nur gaaanz vorsichtig
und mit x Anläufen - so nach dem Motto: Ein Brett runter, zwei wieder hoch... Selbst gestern noch, wo ihm eigentlich klar gewesen sein sollte, dass Theo seit Donnerstag Abend nicht
mal mehr im selben Zimmer wohnt... Ich lass ihm jetzt die Zeit, die er braucht, und dann schauen wir mal nach neuer Gesellschaft.
 Die Verletzungen bei Taps sieht man nicht so gut auf Fotos. Am Ohr, hinter den Ohren auch alles zerkratzt, zerbissen, blutig,
dazu die Hinterpfote und irgendwas Hartes auf der Mitte der Wirbelsäule, aber da lässt er mich absolut nicht anfassen, sondern springt sofort weg. Ob es ein Biss war und nun ist
Schorf drauf? Überhaupt berühren, wo er meine Hand nicht sieht, ist ein Grund zum sofortigen Wegrennen, ich denke, das sitzt ganz schön tief bei ihm. Ich hab Taps gestern befragt, was
passiert ist: Biss, tut weh, Angst. Also, ich denke, vor lauter Schmerzen und Angst hat er zurück gebissen (Hals). Ob er
einen anderen Partner möchte: Ruhe, schlafen, jetzt nicht, weiß noch nicht. Naja, auch klare Ansage, war
ja auch schon meine Meinung. Theo, wie es ihm geht: bombig, bin zufrieden, schlafen. Tja, und genau
dieses Verhalten zeigt er auch. Theo ist total lebhaft, rennt im Käfig rum, quiekt und schläft soooo tief und entspannt, das kenn ich gar nicht.
Was mir Sorgen macht, ist die Kopfhaltung von Taps - völlig schief. Auch klappt er sein Ohr so ab. Werde es beobachten, wie sein Ohrbiss heilt.
27.01.2008
Mein kleines Sorgenchin Theo saß gestern Abend plötzlich wieder etwas apathisch wirkend auf dem Boden seines Käfigs - im Bengeezimmer.
Folge: Ich bin im Minutentakt immer hin- und hergerannt, um nach ihm zu schauen. Auf der anderen Seite saß Taps noch immer nur versteckt
schlafend in der neuen großen Voliere und fraß kaum mal was. Dann waren ja da noch Tony und Louis, die immer auf die große Voliere
schielten (hatte ich das Gefühl). Also kurz Angi von meiner Umzugs-Idee berichtet und ans Werk gemacht. Dazu muss ich sagen, die
persönlichen Einrichtungsgegenstände (bis auf Bretter und Äste) sind jeweils mit dem Tier mitgezogen.
Kaum saß Taps in seinem alten, aber völlig umgestalteten Käfig - neben Bengee - erwachte er sofort zum Leben: Er rannte und sprang über
die Bretter, fing sofort an zu fressen und war aufmerksam, freute sich über jede Ansprache. Bengee sah etwas verdattert aus, aber nahm alles
hin, saß plötzlich mehr auf einem Ast nahe am anderen Käfig und sah rüber, quiekte freundlich. Bengee lies sich kurz von mir auf den Arm
nehmen. Dabei zeigte ich ihm den Taps von nahen und beide schnupperten sich vorsichtig an. Nein, ich spreche es jetzt nicht aus, was in mir
grad so vorgeht... Auch Taps durfte ich kurz auf dem Arm halten und dabei habe ich natürlich gleich nach der Stelle auf der Mitte seiner
Wirbelsäule gesucht, die ich ja bereits ertastet hatte, aber nicht anfassen durfte. Es ist eine 1cm große Verkrustung. Also gabs schon vorher
Verletzungen und die nicht gerade ohne, von denen ich halt (im Schlaf?) nichts mitbekommen konnte? Daher ist eines klar: Theo und Taps gehen jetzt definitiv getrennte Wege.
Theo setzte ich in die Voliere von Tony und Louis und Tony und Louis bezogen die neue große Voliere. Insgesamt erkundete jeder für sich die
neue Umgebung aufmerksam und quiekte vergnügt. Es dauerte Sekunden, bis Tony ganz oben angekommen war und den Blick von oben
runter anscheinend toll fand. Louis brauchte da schon sehr viel länger, er wirkte unsicher und sehr vorsichtig. Theo hatte keine Probleme, fühlte
sich wohl. Er lies sich sogar von mir auf den Arm nehmen und das erste Mal in seinem Leben durch die gesamte Wohnung tragen! Ich war voll von den Socken.
Als alles ruhig erschien, ging ich schlafen. Nachts um 3 war dann nichts mehr, wie es war. Absolute Jagerei zwischen Tony und Louis und Louis
hat nur noch wenig Fell am Hintern und wirkte ängstlich. Ob ihn der große Käfig überforderte? Keine Ahnung. Tony hingegen sah vergnügt aus.
Ein Blick zu Theo - ihm stand die Angst in den Augen und er versteckte sich am Boden. Ich setzte mich ins Wohnzimmer und schaute mir etwas
die Situation an. Ich erkannte KEINEN Grund, weshalb Louis von Tony gejagd wurde, nur, als Louis am Boden saß und jämmerlich schrie, wie
vor Tagen der Taps, war bei mir Schluss: ein Umbau erfolgte und Tony und Louis bezogen ihren bisherigen Käfig und Theo zog in die neue Voliere.
Theo war sofort interessiert an jeder Ecke, jedem Brett, sprang munter von Ast zu Ast und quiekte vergnügt. Ihm scheints zu gefallen. Tony und
Louis brauchten noch eine ganze Weile, um in Ruhe zu kommen. Derzeit sitzen beide getrennt von einander und schlafen. Hoffe nur, dass jetzt
nicht noch die nächste Scheidung ansteht. Glaub, dann dreh ich echt durch.
01.02.2008 - TK-Gespräch durch Silvi mit Taps
Taps möchte unbedingt wieder in meine Nähe, ins Wohnzimmer, vermisst mich derzeit, ruft deshalb so oft -----> er zieht heute Nachmittag um
Taps will alles sehen, auch die anderen Chins, möchte aber nötigen Abstand zu allen haben, wünscht sich, ins obere Teil der Voliere zu ziehen,
er könnte es nicht ertragen, wenn ihm jemand auf dem Kopf rumtritt, den er nicht sehen kann, aber er möchte ALLEINE sitzen und seine Ruhe haben.
Auch die Zwischenwand zwischen Bengee und ihm wollte er entfernt haben. Er will ihn sehen, auch, wenn Ben ihn oft anbellt. Taps meint über
Ben, er tut böser, als er ist, er soll nicht immer so beleidigt tun.
Taps über Theo: Eigentlich ist er ein Weichei, drängelt sich in den Mittelpunkt, ist so unberechenbar und genau das ist es, was Taps Angst macht.
02.02.2008 Voliere ist seit gestern Nachmittag getrennt, siehe Foto. Theo war den ganzen Tag ganz
aufgeregt und alle Umbauarbeiten sehr aufmerksam verfolgt und ist freiwillig gleich ins untere Teil gezogen. Das Schlafdoppelhaus haben wir durchsägt und als Boden eine Schieferplatte
eingebaut. Die Zwischendecke ist eine abwaschbare Platte, die auf Alustreben gestützt eingebaut wurde. Diese Voliere ist ja so gebaut worden, dass sie NICHT getrennt wird...das
konnte ich ja nicht ahnen... Um die Zwischendecke herum sind Holzplatten gebaut, damit das Einstreu nicht raus fällt.
Entgegen jeder Voraussage und Erwartung scheint es für Theo wie ein Befreiungsschlag zu sein, jetzt alleine zu sein. Er wirkt dauerhaft entspannt, ist absolut aufmerksam gegenüber
seiner Umwelt, spielt mit mir in der Voliere, frisst und kötelt wie ein Weltmeister. Tja, und dieses entspannte Schlafen im Haus ist als Anblick für mich auch ganz neu - aber sehr, sehr schön.
Taps hingegen ist zwar froh, wieder hier im Wohnzimmer zu leben, aber man merkt, dass ihm jedes Geräusch, einfach alles, riesige Angst macht. Die ersten 3 Stunden nach Umsetzen in
den oberen Teil der Voliere kam er aus seinem großen Tonschuh überhaupt nicht raus, er kroch gänzlich rein, war noch nicht mal mehr von oben zu sehen. Nach über 3 Stunden kam er
vorsichtig raus. Bis er dann ganz oben auf oberstem Brett gemerkt hat, da wartete seine geliebtes Häuschen mit Schieferstein drin und seine Korkröhre, fragt nicht, es dauerte und
dauerte. Seit er es jedoch gefunden hatte, war er nicht mehr gesehen.
Mit Taps hat Silvi kurz gesprochen. Es geht ihm gut. Er ist jedoch sehr erschöpft und noch
unsicher, aber erholt sich einfach nur, in dem er schläft!!! Keiner bringt ihn aus seiner Entspannungsecke. Er freut sich darauf, wenn er wieder fit ist und wird dann sein "Reich"
genießen. Er denkt aber nicht sehr weit ins voraus, sondern entspannt hier und jetzt. Das kann auch noch seine Zeit dauern. Ich soll mir keine Sorgen machen!!!
10.03.2008
Taps war nämlich gestern laufen im Flur - schneller, als er es sich versah... Nachdem alle anderen 4 Singles ihre Bahnen liefen und sprangen, hats mir ja keine Ruhe gelassen, dass
Taps keine Chance vor Angst hat. Dann saß er in der Korkröhre, ich diese einfach geschnappt und ab in den Flur. Erst wars ihm ja komisch, naja, es roch nach 4 anderen Chins, außerdem
hörte er welche, sah sie aber nicht, aber dann rannte er los, er war gar nicht mehr zu stoppen. Musste aufpassen, dass ich nicht noch umgerannt wurde, grins. Während der Zeit hat er nicht
einmal den Kopf schief gehalten geschweige das Ohr abgeklappt und ist gerannt wie vor allem Theater. Genau auf diesem Transportweg gings dann wieder zurück in den Käfig und
dann war erst mal was los. Da saß Taps stolz wie "Oskar" auf seinem Brett, rutschte ganz nah an mich ran (ich stand vor dem Käfig) und lies sich streicheln!!! Den Rücken, den Bauch, das
OHR! Ehrlich, ich hatte Tränen in den Augen. So glücklich hab ich ihn schon lang nicht mehr gesehen.
19.03.2008
Mein absolut scheuer und durch die Scheidung noch mehr verängstigter Tapsl lässt sich seit dem Wochenende streicheln und kuscheln - über
den gesamten Körper und springt mir auf die Schulter und bleibt ganz dicht an meinen Hals gekuschelt sitzen. Klar hab ich Angst, dass er da
mal durch irgendwas aufgeschreckt wird und wieder Panik bekommt, aber wir üben es in Ruhe zu bleiben...
Den “schiefen Blick” hat er bis jetzt behalten, das Ohr klappt nicht mehr weg. Es scheint ihm gut zu gehen. Dann ist`s wohl von nun an sein Markenzeichen, grins.
Mittlerweile lebt auch Theo immer mehr auf, nagt wie ein Weltmeister seine Äste und frisst gut. Er lässt sich zum Laufen in den Flur tragen. Ja,
alle laufen jetzt nacheinander im Flur, so ist es stressfreier für alle Chins.
Seit der Scheidung von Tony und Louis am 22.02.2008 beginnen Theo und Taps zuzunehmen, fressen mehr und werden
munterer und aufgeweckter. Es scheint, wie bei uns Menschen, Trennungen können auch bei Chins eine Befreiung sein!
05.04.2008
Heute bin ich mit Taps zum Tierarzt gefahren. Seine fast permanent noch schiefe Kopfhaltung und das abgeknickte Ohr, was jetzt eigentlich immer wieder besser wurde und vor paar Tagen schlechter,
machte mir Gedanken. Noch dazu war eine Ohrwunde so komisch weiß, Stunden später befand sich an der Stelle ein Loch von ca. 2 mm Durchmesser. Das "Knickohr" knickte permanent wieder ab,
Taps schlief mehr, ähm noch mehr als sonst eh schon, fraß aber, aber es bildete sich waagerecht ein roter Streifen unterhalb des Knickes und dieser wurde dicker rot und das innerhalb von Stunden. Ich
dachte an Blutvergiftung, aber wie sieht diese aus??? Also Angi angerufen, aber die konnte mit meinen Laienerklärungen nicht wirklich viel beginnen, was ich verstehen konnte, denn wie soll man
solche Verletzungen übers Telefon erklären. Lange Rede, Transportbox gepackt, ab zum Tierarzt. Oh je, war der kleine Kerl aufgeregt, dachte er doch sonstwas, wo er jetzt hingebracht wird - er hatte
einfach zu viele Gespräche die Tage vorher mit aufgeschnappt. Die großen Augen wurden immer größer. Dann musste ich noch unterwegs am Geldautomaten halten, na, da war völlig aus. Panik pur
schoss aus Tapsls Augen. Ich gab ihm während der Fahrt Reiki, erzählte ihm nochmals, wir fahren "nur" zum Tierarzt und der guckt sich das Ohr an und er beruhigte sich wieder etwas.
Mein Chinspezi schaute sich alles genau an, schaute in die Ohren - Gehörgänge frei. Das Loch: sieht zwar ungewöhnlich an den Wundrändern aus, wäre aber sogesehen nicht auffällig, aber weiter
beobachten. Der rote Streifen plus die noch sichtbaren Bisse: Definitiv eine Verletzung der
Ohrmuschel, weiter beobachten, kann dick und richtig rot werden, dann muss operiert werden. Kann noch WOCHEN dauern, bis es richtig
verheilt ist. Jetzt hat er jedenfalls definitiv Schmerzen und Schwierigkeiten, das Ohr aufrecht zu halten, weil die Festigkeit fehlt, kann sein, dass
das Ohr dauerhaft abklappt. Bzgl. der Schmerzen war der Doc am überlegen, ein Schmerzmittel mitzugeben, aber hat sich erst einmal
dagegen entschieden, denn solange Taps von alleine ausreichend frisst und das Schmerzmittel den Appetit hemmen wird, ist es so besser, er
packts von alleine. Auf jeden Fall und das hat er x-Mal betont, braucht Taps jetzt Ruhe, Ruhe, Ruhe. Die soll er bekommen! Ohne wenn und aber.
Taps hat die Aufregung des Transportes, der Behandlung usw. nicht wirklich gut überstanden, er wirkte leicht apathisch - trotz vorheriger Gabe
von Rescue. Er ist den ganzen Abend noch mit Koordinationsproblemen durch seinen Käfig gelaufen, hat aber von mir Futter angenommen und ich durfte ihm die Pfote massieren.
Für mich war Taps eine Lehrstunde insofern, dass ich es aufgrund seines Fressverhaltens unterschätzt habe, dass er unter Schmerzen leidet
und das ja schon seit Beginn der Verletzung und dass Taps nicht umsonst bei jeder meiner bzw. der TK-Befragung meiner Freundin als erstes permanent betonte, er braucht Ruhe, Ruhe, Ruhe.
15.04.2008
Theo, das Herzchen, bekommt jetzt seit 1,5 Wochen pro Tag folgendes:
1 EL Weißdorn als Blatt und Blüte aus der Apo (ist eigentlich Tee) statt der Globolis je 2 Globoli Spigelia anthelmia D5
je 2 Globoli Selenicer. Grand. (Cactus Compositum) D3 je 2 Globoli Kalium Carbonicum D5
Täglich 10min Auslauf - da flitzt er wie völlig gesund durch den Flur - es ist einfach schön, ihn
so zu sehen. Der Luftentfeuchter ist so programmiert, um max. 50% Feuchte zu halten.
Ich weiß, man erkennt nicht viel, aber in eine dunkle Korkröhre zu fotografieren, ohne Theo
aufzuwecken, ging nicht besser. So sieht das Herzchen aus, wenns ihm gut geht, völlig eingerollt, die Hinterbeinchen ans Näschen...fehlt nur noch ein Schnarchen. Bis jetzt gehts
ihm richtig gut und ich wünsche ihm sehr, dass er so auch über den heißen nahenden Sommer kommt.
24.04.2008
Heute Morgen begrüßte mich noch ein putzmunterer Theo, der über Nacht fleißig seine Voliere “auseinander genommen” hatte, seine riesige
Korkröhre, die zwischen Schiefersteinen und Ästen eingeklemmt war, irgendwie losgelöst und runtergeschmissen hatte. Tagsüber hatten wir
dann plötzlich Sommer mit 22 Grad und als ich abends von der Arbeit nach Hause kam, lag Theo wieder auf der Seite, den Kopf total verdreht,
konnte nicht aufstehen, hat gespeichelt und hat so komisch die Augen verdreht. Das hatte ich noch nie bei einem Chinchilla gesehen. Als
würde er ein vor sich bewegendes Ziel verfolgen. Kanns nicht besser beschreiben. Er ist mir sowas von weggeschlabbert, als ich ihn versuchte
festzuhalten, um ihm sein Effortil zu geben, wie ein Pudding. 2x 2 Tropfen brauchte er - wenn man bedenkt, dass ein erwachsener Mensch 20!
Tropfen bekommt... Dann hab ich ihn mir auf den Bauch gelegt und gehofft und gebangt. Zu dem Zeitpunkt hatte er eine kaum noch sichtbare Atmung. Das war sein bislang schwerster Kollaps.
Ehrlich, ich hatte gedanklich schon fast sein Grab geschaufelt. Ich dachte nicht, dass da noch so viel Leben drin ist, was gewinnen könnte. 1,5
Stunden brauchte er diesmal, bis sich irgendwas von ihm bewegen konnte. Das einzige, was sich fast die ganze Zeit bewegte, waren die
verdrehten Augen, bis sie sich dann auch noch schlossen und er wirklich wie tot wirkte. Mir kullerten nur noch die Tränen runter und ich fragte
mich: "Wie lange noch?" Ich ging mit ihm ins Schlafzimmer, legte mich aufs Bett, Theo rutschte mit letzter Kraft dicht an mich ran. Er versuchte
immer wieder, sich zu bewegen. Ich bat ihn, still zu liegen und Kraft zu sammeln, streichelte ihn, was ihm offenbar Ruhe gab. Auch mit Reiki
versuchte ich es. Dann plötzlich das Köpfchen etwas und nach und nach kam er wackelig wieder auf die Beine. Was ich bei ihm jedes Mal
erneut erstaunlich finde, dass er dann sofort anfängt zu fressen. Zuerst gibts Zucker (naja, Leckerli), dann Gänseblümchen. Wenn er die
mümmelt, ist er über den Berg. Ich bin noch lange mit ihm im Schlafzimmer liegen geblieben, bis er mir dann signalisierte, er möchte baden.
Plötzlich stand der kleine Kerl vor mir auf dem Bett und putzte sich. Dann hab ich ihn ins Sandbad gesetzt. 2 weitere Stunden später mümmelte
er das Heu weg, als sei nichts gewesen und heute Morgen war er wieder der Alte, naja, nicht ganz, er lässt sich jetzt von mir streicheln und leckt mir die Finger.
Ich frage mich nur, wie lange hält ein Chinherz diese Belastung aus? Irgendwann habe ich aufgehört, seine Anfälle zu zählen. Und ich frage
mich, ab welchem Moment kann man ihn nicht mehr wieder holen? Er muss so schon unzählige Stunden gelegen haben. Ich hab das ganze
WWW schon durchsucht, mir scheint, dass die meisten Chins keine weitere Chance bekommen, denn ich konnte keine vergleichbare Darstellung finden.
23.05.2008 - Taps sollte Gesellschaft bekommen
Heute war es soweit. Taps war total lieb in seiner Box. Wir benötigten 2!!! Stunden für 43km, die Stadtautobahn was so was von voll, da lotste
uns mein Navi quer durch Berlins verstopfte Straßen. Ich bin durch Gegenden gefahren...keine Ahnung, wo ich war. Taps hat die ganze Zeit verschlafen.
Bei Orli angekommen, ließen wir ihn erst mal verschnaufen. Nach ca. 1 Stunde schaute ich dann mal unter Orlis Röckchen und tatsächlich, es
war ein Röckchen! Ahnte ich es doch richtig. Die Besitzerin war völlig aufgelöst, das kann nicht sein, der hat doch nen Schniedel...naja, leider
die typische Nummer. Ich zeigte ihr dann anhand Orlis Eltern den kleinen Unterschied. Damit war das Thema Orli durch...Nun "knöpfte" ich mir
die Ostern geborenen Böckchen vor, wobei Mogli ne Mogline wurde und Kimba ein Kimba bleiben durfte. Dann ließen wir Taps im Bad laufen.
Solange er alleine lief, war er anfangs ängstlich, dann wurde aus Angst Neugierde. Er hatte Spaß. Rannte immer mal wieder in seine
Transportbox, fraß, lief weiter. Dann holten wir Kimba dazu, ließen ihn so lange auf dem Arm, dass Taps ihn anschauen/benschnuppern konnte,
was er auch tat. Dann ließen wir Kimba vor Taps Augen auf den Boden - nichts passierte. Kimba war Taps gegenüber sehr freundlich und
neugierig und für Kimba war es auch der erste Auslauf. Und dann passierte, was ich so nicht dachte: Der große Taps rannte panisch vor dem
Baby davon, obwohl Kimba nichts machte. Solange Kimba still saß, lief Taps seine Runden, aber kaum bewegte sich das Baby, überkam Taps
die Panik. Taps jagte ihn nicht, sondern rannte definitiv vor dem Kleinen davon. Letztlich lief der Kleine munter seine Runden, ging gar nicht
mehr zu Taps und trotzdem saß Taps nur noch in der Ecke und schrie. Dann brachen wir ab. Kaum saß Taps wieder in seiner Box, war seine Erdbeerwelt wieder in Ordnung.
Zuhause angekommen gings sofort in den Sand und seitdem reagiert er jetzt auch auf mich voll panisch. Es ist, als ist er zurückversetzt auf die
Zeit während der Streitereien bzw. kurz nach Trennung. Wir stehen also wieder am Anfang. Dieses Verhalten hielt letztlich Wochen an.
01.09.2008 - Theolinchen beim Herzspezi Theo hatte heute seinen Termin beim Herzspezi und ja, er hat definitiv einen Herzfehler. Ich konnts mir leider nicht so schnell merken, diese
lateinischen nichtsklingenden Worte, irgendwas rechts und 2. Grades. Fakt ist aber, dass der Herzfehler "zwar" da ist, jedoch nicht zu seinen
Symptomen passt. Er würde besser passen, wenn seine Anfälle während einer Anstrengung bzw. Stress auftreten würden, seine treten jedoch
aus völliger Ruhe auf. Theo wurde auch geröntgt. Das Herz ist normal groß, kein Wasser in der Lunge erkennbar. Am 19.9. muss er zum Blut
abnehmen, da der Verdacht auf irgendwas mit den inneren Organen liegt, dass damit was nicht passt. Gleichzeitig testet man im Blut wohl auf Zucker und was sonst noch so alles in Frage kommen kann.
Der Tierarzt hat ihm Lasix verschrieben, tägl. 0,1ml. Bestenfalls entlastet es das Herz, anderenfalls tut es nix, außer dass mehr getrunken und
mehr gepieselt wrid. Es ist ein Entwässerungsmittel (Wirkstoff Furosemid). Denselben Wirkstoff bekam Teddy in seinen letzten Tagen gegen
sein Wasser in der Lunge. Des Weiteren sollte ich Theo ein Mineralwasser suchen, das viele Mineralien drin hat, aber natriumarm ist. Er hat sich für Rhönsprudel naturell entschieden.
Parallel dazu wurden ja vor paar Tagen Giardien festgestellt, die auch noch behandelt werden müssen. Ich wollte jedoch erst das heutige
Ergebnis abwarten, um Wechselwirkungen abzusprechen. Ich bekam die Wahl des Behandlungszyklus, ob 7 Tage, 10 frei usw. oder 40 Tage
durchgängig. Ich entschied mich für 40 Tage durchgängig. Während Tony, Taps und Ben dieses breiartige Schmadderzeug freiwillig nehmen,
Taps musste nur erst mal schnell lernen, wie man aus einer Spritze trinkt, ist es für Theo eine Qual, er schluckt einfach nicht. Das Lasix wird
noch schnell geschluckt von Theo, aber diese "Riesenmenge" "Kleister" - da sträubt er sich mit Händen und Füßen. Morgen kann ich mir noch
das Hylak Plus aus der Apo abholen, was ja noch mit rein soll (Angi-Tipp), vielleicht schmeckts dann besser.
Was sagt Theo zu der ganzen Strapaze? "Ich bin kapputt, aber ich finde es toll, dass du mir hilfst." Nun hoffe ich, dass er lernt, die Medis freiwillig zu nehmen.
19.09.2008 - Theolinchen zum Blut abnehmen? Heut
hatte Theo seinen Tierarztbesuch, bei dem ihm eigentlich Blut abgenommen werden sollte, aber nicht wurde...
Seit dem ca. 3 Tag Behandlung mit Panacur bzgl. Giardien geht es mit ihm stetig Berg auf: d.h. er frisst mehr,
ist munterer, die Augen sind klar, das Fell absolut samtig, er ist neugierig und munter - alles in allem, so, wie
ich ihn noch nie kannte. Dazu kommt, dass sein Geschnaufe wie ein Asthmakranker, wenn man ihn festhalten
musste zum Spritzen geben, nach 2 Tagen Behandlung mit dem Entwässerungsmedi völlig verschwunden ist. Man konnte regelrecht täglich miterleben, wie er sich glücklicher und wohler fühlte.
Ich hatte mit ihm gesprochen, was er von der Blutentnahme hält. Er überlies mir die
Entscheidung, wäre aber mit allem einverstanden. Die Entscheidung machte ich mir nicht leicht, aber nach unzähligem Forengelese wurde ich zunehmend unsicherer
und ängstlicher. Leider übertrug sich dies extrem auf Theo. Speziell merkte ich es den Abend vor dem Tierarzt-Besuch, da telefonierte Angi mit mir und genau dies
war natürlich auch Thema. Freitag Morgen war es noch schlimmer bei ihm. Man sah ihm die Angst an. Während der Fahrt versprach ich ihm, es wird nichts passieren, was er nicht will und damit wandelte
sich seine Angst in Neugierde. War sehr interessant zu erleben. Er fing an zu fressen, schaute sich neugierig um...man hatte den Eindruck, die Autofahrt machte ihm nichts aus.
Mit dem Tierarzt sprach ich alle Veränderungen durch und er sah ja auch einen völlig neugierigen Theo. Theo wurde
wieder ausgiebig untersucht, die Organe abgetastet, die Zähne kontrolliert, Herz abgehört, auf die Waage gesetzt.
Tierarzt war zufrieden und beschloss, Panacurbehandlung wie vorgesehen weiterzuführen und die Gabe des Entwässerer auf alle 2 Tage zu ziehen und die Blutabnahme erst einmal zu vertagen.
Zuhause angekommen war er noch "matschiger" als angenommen, glaube, die ganze Anspannung fiel nun von ihm
mit einem Schlag ab. Da hatte ich Angst, es gibt nen neuen Anfall, aber zum Glück nicht. Abends dann war er wieder fitt. Es gab neue
Knabberäste und da hatte er diesmal wohl am meisten Spaß dran, er hat sogar über Nacht Tony im Zerkleinern geschlagen... Theo hopste
abends munter durch den Käfig, half beim Käfig putzen, suchte ständig zu mir Kontakt, wollte raus, kam mir das erste Mal auf die Schulter
gesprungen, blieb dort kurz sitzen und lies sich kurz knuddeln. Ich denke, da war jemand sehr glücklich! “Danke für alles!”, sagte Theo.
29.09.2008
Bisher kein weiterer Anfall. Jetzt, seit gestern, heißt es, ihn zu stoppen, dass er nicht übertreibt. Er ist gestern auf die Badewanne gesprungen,
von da aufs Waschbecken weiter, drüber gelaufen, wieder zurück auf die Badewanne - rein in gleiche, wieder raus und so ging das ohne Luft
zu holen und dann musste ich dem Treiben irgendwann ein Ende setzen, damit er nicht Herztod umfällt. Er bekommt zum Lasix weiterhin dieses
Vitamingranulat von Trixie, hatte der Doc abgesegnet. Mittlerweile muss er es schon mit Taps und Tony teilen, die sind voll jeck danach. Dann
Rhönsprudel und alle 2,3 Tage gibts Kräuter, die so schnell weg sind wie die Pellets. Heu, seit es auch noch oben auf dem Brett liegt, wird ratz
fatz weggemümmelt. Wenn man ihn jetzt so erlebt, denkt man an ein gesundes Tier, welches zwar sehr ruhig ist (ggü Tony gesehen), aber
zufrieden und dieses an verschiedenen Orten schlafen kenne ich gar nicht. Das Haus wird gar nicht mehr genutzt, eigentlich seit kurz nach der
Trennung nicht mehr. Tagsüber liegt er alle Viere von sich oder zusammengerollt in der Korkröhre, nachmittags gehts dann raus hinter die
Röhre, da steht er auf den Hinterbeinen und schläft oder sitzt auf allen 4 Pfoten und der Kopf liegt entspannt auf dem Brett. Nach dem
Kurzauslauf im Bad sitzt er dann auf der Tonröhre auf allen 4 Pfoten und schläft. Kaum raschel ich mit irgendwas, kommt er genauso ans Gitter
wie Tony und Taps, nur eben ruhig und steckt die Nase durch, T+T dagegen rennen zum Gitter, flitzen völlig aufgeregt hin und her.
19.01.2009
Theolinchen hatte seit August gestern Abend wieder einen Anfall - trotz regelmäßiger Eingabe seines Lasix. Gestern hab ich dann gelernt, wie
ungünstig (in seinem Fall) es sein kann, einen tiefen Käfig zu haben. Natürlich saß er gaaanz hinten, aber 1m lange Affenarme hab auch ich
nicht. Also versuchte ich ihn irgendwie zu ergreifen, was dazu führte, dass er mir wohl mit letzter Torkelkraft entgegenkommen wollte und von
den Ästen knallte. Unten angekommen hat sich dieser kleine Gummeikörper sowas von verdreht, dachte, der hat sich die Wirbelsäule
gebrochen. Mit Effortil und viiiiiel Ruhe hab ich ihn dann nach 1,5Stunden wieder eigenermaßen auf 4 Pfoten wackelnd gehabt. Er hat zum
Glück wieder brav Angis Birne gefuttert (Zucker scheint ihm in dem Fall gut zu tun). Hier war gestern der erste "warme" Tag mit richtig
Plusgraden und Regen, Feuchte bis 98% nach wochenlang kalt, Eis, etwas Schnee und bis zu 18Grad minus. Ich meine, diesen Temperatur-
und Feuchtigkeitssprung hat er mri dann wieder quittiert. Ich hatte das erst gar nicht gerafft, weil ich mich sooo sicher fühlte und ihn nicht mehr
permanent alle paar Minuten "kontrollierte" - Ein Fehler. Nun ist er wieder das bestbewachteste Chin...
06.03.2009
EIGENTLICH wollte ich heute länger arbeiten und trotzdem zog es mich nach Hause...und dann komm ich ins Wohnzimmer, noch in Jacke,
kommt mir ein wackeliger Theo entgegen...wie, am Tage ist er munter, wenn ich nach Hause komme? Nee, er hat signalisiert, dass grad ein
Anfall im Anmarsch war. Er kroch in die Korkröhre, mit der ich ihn raustragen konnte, um ihn zu versorgen. Nun hat er grad etwas gefressen und
ruht sich im Sandbad aus. Hier gabs die letzten paar Tage Wettersprünge von gestern noch ohne Jacke laufen bei 16 Grad auf heute Morgen
eiskalt und jetzt schon wieder 7Grad mit Regen. Das hat das stärkste Chinchillaherz um.
Freitag, 13.03.2009
Theo abends putzmunter und lässt sich frische Apfeläste von meiner Kollegin schmecken. Ich mache noch Beweisfotos für ihren Papa, der die
Äste letztlich gesponsort hat. Noch gegen 22 Uhr hab ich ihn munter gesehen, dann bin ich auf der Couch eingeschlafen. Wachgeworden nach
einer Stunde, weil mir Theo im Traum erschien. Nee, nicht schon wieder! Aufgestanden, Theo gesucht, da hing er mehr tot als lebendig im
Sandbad, lies sich rausgreifen und ins Bad tragen. Hatte das Gefühl, Pudding im Arm zu haben. Er wollte seinen Kopf heben, der war aber zu
schwer. Ebenso bewegten sich die Pfötchen völlig unkoordiniert, als würden sie sein Gewicht nicht tragen. Seine Augen hat er dolle gerollt und
verdreht. Habe ihm sein Kreislaufmedi verabreicht. Theo hing dann eingekuschelt in meinem Pullover und es war kaum eine Atmung zu
erkennen. Nach einer Stunde noch mal Effortil nachgelegt. Wieder null Besserung. Mittlerweile kontakteten seine Kumpels nach ihm. Ich bin
dann mit ihm ins Bett - anderes Zimmer, mehr Ruhe. Als nach einer weiteren Stunde noch keine Besserung zu sehen war, sah es mir nach
einem Schlaganfall aus. Mein Hamster im Hirn rannte - Tierklinik, einen Assi erwischen, der keine Ahnung hat von so einer speziellen
Erkrankung - warten, obs besser wird - doch noch mal zu dem Herzspezi, aber ists überhaupt das Herz? 1000 Fragen, meine innere Stimme
sagte WARTEN. Theo saß mittlerweile in der Transportbox und ich lag eingekuschelt neben ihm. Habe ihm allerhand Futter reingegeben und
gehofft, dass er sich - wie jedes Mal - wieder Energie holt. Tja, und dann bin ich kurz eingeschlafen, aber alle paar Minuten bei jeder seiner
Laufversuche wieder erwacht. Gegen 4 Uhr war sein Zustand so, dass er auf allen 4 Pfoten stand, den Kopf aber noch immer nicht halten
konnte und die Augen noch immer verdrehte. Sein Futternapf incl. Heu waren weggefressen. Ich nahm ihn in den Arm und dachte so bei mir,
wenn es so bleibt, war es das für ihn... Was macht in dem Zustand ein Tierarzt, der ihn und seine Geschichte nicht selbsterlebt kennt? Wenn
der sagt erlösen, ist das dann wirklich richtig? Kann ich darauf vertrauen? Wie auch sollte ich in dem Zustand mit ihm zum Tierarzt kommen, er
fiel ja immer um und in den Arm nehmen während der Fahrt geht ja schlecht - er versuchte ja zu laufen, wenn man quer durch Berlin muss,
macht sich das nicht so gut. Alles sprach für WARTEN. Auch dies signalisierte mir Theo: Lieber warten, als dass einer falsch entscheidet.
Dann muss ich doch so übermüdet gewesen sein, dass ich dann erst wieder kurz vor 8 Uhr erwachte. Da sah mich mein Theo an, zwar völlig
erschöpft und mit knallroten Ohren, aber eigenständig seinen Kopf haltend und wieder war sein Futternapf leer. Ich habe ihn dann zurück in
seinen Käfig gesetzt, wo er ganz vorsichtig einen Schritt nach dem nächsten tat, auch leichte Sprünge versuchte, aber man merkte, dass die
Kraft völlig raus ist. Schon paar Mal hin und her laufen haben ihn so was von schnell und sichtbar atmen lassen, dachte nun, sein Herz
zerspringt. Nun liegt er in seiner Korkröhre und ich hänge ständig davor, ob er noch atmet, naja, eben das alte Spiel, welches wir beide seit fast 2 Jahren "spielen".
Theo hat einen riesigen Überlebenswillen. Das hat er heute Nacht wieder einmal mehr gezeigt. Ich denke, wenn er den nicht hätte, wär er schon längst nicht mehr bei mir.
Montag, 23.8.2010
Seit dem letzten Anfall im Oktober 2009 hatte Herzchen Theo heute wieder einen schweren Anfall, aber diesmal wankte er nicht mit dem Kopf,
sondern hat Koordinationsprobleme in den Hinterbeinchen. Meine Vermutung liegt darin, dass er, als er merkte, er bekommt einen Anfall, auf
den Boden des Käfigs hopsen wollte und sich evtl. dabei einen Nerv eingeklemmt haben könnte oder so. Unten auf dem Boden sitzend auf
allen 4 Pfoten habe ich ihn gefunden, 2x Effortil im Abstand von 2 Stunden ins Tier, Anfall ging dann weg, aber "Lähmungserscheinungen" oder
was das ist, blieben. Er saß die ganze Zeit dann im Transportkäfig, bis ich abends schlafen ging, dann gabs Oberteil von Hasenkäfig ans Bett.
Da war ein Brett in Höhe von 10cm angebracht und selbst das war unerreichbar. Er ist hochgekrochen. Runter gings nur noch mit fallen lassen,
bis ich ihm dann noch eine Tonröhre davor gestellt habe, dann konnte er die Höhe überwinden. Er hat Probleme, das eine Hinterbein zu heben,
fällt potechnisch zur Seite und rappelt sich von alleine wieder auf und läuft weiter. Alles in allem, Verdauung funktioniert (also Ausschluss
Bandscheibenvorfall z.B.), Appetit größer denn je, Augen wirkten abends nicht mehr matschig.
Dienstag, 24.8.2010
Heute Morgen Beschwerden etwas besser, aber nicht weg. Auch jetzt sitzt er noch im Hasenkäfig. Taps und Tony haben ihn vermisst, die
waren ganz aufgeregt. Werde heute nach Feierabend entscheiden, was ich mache, so man überhaupt was machen kann. Schmerzen hat er m.E. nicht, denn bei Schmerzen frisst der gar nichts.
Bin nach der Arbeit nach Hause geflitzt und habe einen in der Ecke sitzenden schlafenden Theo vorgefunden, den ich natürlich gegen seinen
Willen aufgeweckt habe, weil ich sehen musste, ob er wieder laufen kann oder nicht, um evtl. zum Tierarzt mit ihm zu fahren. Tja, unter Protest
hoppelte er schon durch den Käfig, musste dann aber noch über den Flur laufen. Und da raste er nur noch los und flitzte von einer Ecke in die
andere. Puh, der ist wieder der Alte. Also hab ich ihn geschnappt und zurück in den normalen Käfig gesetzt. Dort angekommen ist er sofort aufs oberste Brett und ist im Sitzen eingeschlafen. |
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02.05.2011 - Weltpremiere - Taps öffnet die Flurschranktür und geht auf Erkundungstour Das hat es noch nie gegeben: Taps, der sonst immer vor
allem und jedem vor Angst wegflitzt, machts Tony nach und öffnet die Flurschranktür, geht hinein und ohne Angst auf Spurensuche. Natürlich roch alles nach Tony, denn das ist ja
sein Lieblingsspielplatz draußen.
Hatte vorhin Taps befragt, warum er gestern das erste Mal versuchte die Flurtür zu öffnen. Er sagte, er hats von mir
gehört. Er will es versuchen. Was er sich sonst wünscht. Ich möchte auf deinen Arm und oft raus, sagte er mir. Also lies ich ihn grad raus und er öffnete die Tür, ging in den dunklen
Schrank und kam gar nicht mehr raus, nur aus Neugierde. Er hatte richtig Spaß. Dann ist er noch draußen mit Freude rumgesprungen. Da musste er fast 6 Jahre
alt werden, um so viel Spaß zu haben. Unfassbar!
 06.05.2011 Es war also keine Eintagsfliege, Taps kommt richtig aus sich
raus. Im wahrsten Sinne...ich wollte ihn ja auch mal wieder wiegen, aber er will das nicht, also rausgeholt, in Tonys Transportkäfig "gestopft" und gewogen. Taps
bekam zwar wohl nen Schreck, aber nahm es mir nicht übel. Ich erinnerte ihn daran, dass es sein Wunsch war, öfters raus zu kommen und in den Arm genommen zu werden...dazu muss er
angefasst werden... Er nahm es mal so hin und vergnügte sich beim Auslauf. Er rannte, hopste hoch, öffnete wieder die Flurschranktür und verschwand. Ich hörte ihn
laufen, hin und her. Dann hörte es sich nach 1. Etage an und ich guckte doch mal nach. Tatsächlich! Und
flutsch saß er in einer Plastikschüssel... Hatte ich die Käfigtür verwechselt? Mein Taps, der fast 6 Jahre
lang panisch durch die Gegend flitzte und schon gar nicht neugierig in Schränke rumstöberte??? Doch, er war es, was die Fotos ja gut sichtbar machen. Er wollte gar nicht mehr aus dem Schrank raus kommen.
Als ich ihn wieder zurück in den Käfig setzen wollte, erinnerte ich ihn an seinen Wunsch, auf dem Arm von mir geknuddelt zu werden. Taps lies
sich einfangen, auf den Arm nehmen, herzen und knuddeln und ich durfte ihn von Flur bis ins Wohnzimmer in den Käfig tragen - was er noch nie zu lies.
 Mai 2011 Auch Theolinchen genießt die Ausläufe und hat richtig Spaß. Seit 23.08.2010 ist er
bislang anfallfrei geblieben. Das ist schon eine richtig lange Zeit und ich glaube, er ist auch sehr froh darüber. Mich wundert zwar, dass er wieder 60g Gewicht seitdem
verloren hat, aber solange er fitt ist, ist es eben so. Vielleicht hat das ja auch mit den Herzmedikamenten zu tun, die er derzeit nicht mehr bekommt.
8.11.2011 Hallo Leute,
ich, Theo, habe nach 1,5 Jahren Anfallpause heute doch mal wieder einen gehabt, aber nur einen ganz leichten und ich brauchte keine Medikamente. Frauchen hat mich
heute Morgen im Sandbad gefunden. Ich habe nach einer Weile Apfel gefuttert und Rescue bekommen und dann stolperte ich nach einer weiteren Weile im unsicheren
Gang das erste Brett hoch. Hoffe jetzt nur, dass der ganze Sch… nicht wieder los geht und dieses Mal ein einmaliges Versehen war. Jedenfalls geht’s mir jetzt wieder gut
und schlafe wieder in meiner Ecke…Das liegt garantiert wieder an der Wetteränderung...hier herrscht richtig dicker Nebel...der bekam mir noch nie gut.
9.11.2011 Hi Leute,
am Morgen quiekend und mit Wackelpuddingbeine hab ich meinen Apfel gefuttert. Ich wollte aufs Brett springen, das ging grad noch so, runter
gekommen bin ich nicht mehr. Dann hat mir Frauchen wieder Effortil verabreicht und nun liege ich in der Ecke und schlafe. Meine Verdauung sieht Sch... klein aus.
Ich wache jetzt am Abend so langsam wieder auf, wo immer ich jetzt auch fast 2 Tage war und habe die ersten Halme Heu genagt. Ich schlafe
viel, reagiere aber auf Frauchens Rufe. Teilweise schlafe ich schon wieder stehend auf den Hinterpfoten – Frauchen sagt, ein gutes Zeichen.
10.11.2011
Danke fürs Nebel weg hexen!!! Endlich lebe ich wieder richtig. Bin heute Abend endlich wieder aufs oberste Brett gesprungen und hab laut um
Banane gequiekt und auch welche bekommen…ja, ist eine Medizin, hat ja Kalium drin für mein Herzchen. Ansonsten bin ich jetzt endlich wieder
der Alte! Man, das hat echt lang gedauert dieses Mal. Meine Wackelbeinchen wollten heute Morgen auch noch nicht richtig. Bin mehr vom
untersten Brett runtergefallen, um auch Toilette zu kommen. Andere machen da auf Bretter, stimmts Ben, ich nicht. Frauchen hat aber in Null
Komma nix meinen Käfig „behindertengerecht“ umgebaut. Dann gings besser.
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