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Teil 2 Zahntagebuch

Als ich Max 3 Tage vor Weihnachten 1995 in einem Zooladen sah, war er noch so winzig, völlig verschüchtert und verängstigt durch Bisse seiner Käfigmitbewohner, denn er musste sich diesen Plastikkäfig mit 2 erwachsenen Chinchilla-Damen teilen. In diesem Moment war mir klar: Er oder keiner sollte es sein. Es dauerte lange, bis er zahm wurde, aber mit viel Liebe und Zuwendung schaffte ich es. Max war ein sehr lieber und anhänglicher, aber auch ein sehr neugieriger und lustiger Chinchilla.

Max konnte es gar nicht abwarten, bis ich von der Arbeit kam: er wollte sofort erst einmal auf meinen Arm, um sich seine Streicheleinheiten zu holen. Dann war er glücklich.

Im Sommer 1999 überlebte Max einen schweren Unfall: Er hatte sich beim täglichen Rumtoben versprungen und zog sich eine Verletzung an der Wirbelsäule zu. Obwohl ihm der Tierarzt eine 1%ige Überlebenschance einräumte, überstand Max diese Verletzung ohne bleibende Schäden davonzutragen. Schon nach einer Woche rannte er durch`s Zimmer, als wäre nie etwas geschehen.

Ausgerechnet vergiftetes Heu -speziell für Chinchilla gedacht- eines bekannten Herstellers hat diesem süßen Kerl das noch so kurze Leben genommen. Am 11.08.1999, am Tage der Sonnenfinsternis, schloss Max für immer die Augen. Mein Tierarzt konnte ihn nicht mehr retten, sein gesamter kleiner Körper war vergiftet.

Mich tröstet ein wenig, dass ich in seinen letzten Stunden und vor allem in seinen letzten Sekunden bei ihm sein konnte und dass er sich nicht zu lange quälen musste.

Ich vermisse Max wahnsinnig, kann seinen so unnötigen Tod nicht begreifen.

Ich denke oft an die schöne Zeit mit ihm zurück, an die vielen Dinge, die er angestellt hat, wie gerne er auf meinem Arm geschlafen hat, wie er genüsslich seinen Kopf und die Vorderpfote hob, damit ich ihn darunter streicheln konnte... So viele schöne Erinnerungen an diesen lieben kleinen Kerl.

Kein Hindernis war zu hoch und die Flurgarderobe war ein herrlicher Spielplatz zum Verstecken und Klettern. Es gab keine Ecke, die er nicht ergründete. Und es war so schön, ihm dabei zuzusehen.

Max wußte genau, wann es Zeit war für seinen täglichen Auslauf. Er rüttelte so lange an seinem Käfig bis ich nachgab und ihm seinem Auslauf gab. Er tobte und sprang durch den Flur; er schlug regelrechte Haken beim Laufen. Anschließend lag er völlig k.o. in seinem Käfig, meistens auf der Seite und träumte glücklich und zufrieden.

Max, ich werde dich nie vergessen. Ich weiß, du bist nicht der Einzige, der auf solche hinterhältige Art und Weise sein Leben lassen musste. Schlafe in Frieden, mein Max. Ich liebe dich.