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Woher bekomme ich ein Chinchilla?
Nachdem Sie sich klar darüber sind, es soll also ein Chinchilla sein, stellt sich die Frage: Woher
bekomme ich es? Tja, spontan fällt mir der Zoohandel ein. Es gibt aber auch immer wieder Hobbyzüchter, die ihren Nachwuchs in gute Hände abgeben wollen (Schauen Sie dazu auf die
Vermittlung auf der Seite des Chinchilla-Fanclubs!), es gibt die übervollen Tierheime oder fragen Sie
bei Tierärzten nach. Großzüchter geben speziell Standards ab, die zur Pelzverarbeitung nicht benötigt werden können. Retten Sie doch einem solchen Wesen das Leben! Einige Zoohandlungen bieten
diese Tiere an. Max stammte aus einer Pelzzucht und ich war froh, dass ich ihn 3 1/2 Jahre bei mir haben durfte. Ebenso Teddy Wusel, den ich 5 Jahre begleiten durfte.
Besonders in Zoohandlungen sollten Sie darauf achten, dass die Chinchillas nicht neben Vogelkäfigen untergebracht sind, dies gilt
natürlich auch für die Haltung bei Ihnen zu Hause. Dieses Gezwitscher ist für die Chinchillas Dauerstress pur, da Vögel am Tage Krach machen, wenn die Chinnies schlafen müssen.
Noch ein Tip: Gehen Sie sich die Tiere abends anschauen. So erleben Sie sie in den Wachphasen. Ein gesundes Chinchilla wird nun
fressen, springen, neugierig schauen. Es ist absolut nicht empfehlenswert, das Chinchilla zu wecken, nur damit es von allen Seiten betrachtet werden kann. Leider verhalten sich so aber viele Zoogeschäfte.
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Was zeichnet ein gesundes Chinchilla aus? Sie möchten
Chinchillas bei sich aufnehmen? Sie wissen noch nicht, woran man ein gesundes Tier erkennen kann? Hier sind ein paar Dinge, auf die Sie achten können:
Das Fell
Es sollte seidig glänzend aussehen, keine Löcher im Fell aufweisen und angenehm duften. Die Augen Sie sollten klar sein und um das Auge herum sollte das Fell trocken sein, da dies sonst auf
eine Augenentzündung/-verletzung hinweisen könnte. Die Ohren Sie sollten nicht schuppig, sondern glatt aussehen und vor allem sauber. Bissspuren sollten sie nicht aufweisen.
Die Zähne Schauen Sie dem Chinchilla ein wenig ins Maul: Die 4 Schneidezähne sollten hellorange bis dunkelorange aussehen, wenn sie gesund sind. Zu helle oder sogar weiße Zähne sind ein Hinweis
auf Kalkmangel. Der After Die Region um den After sollte trocken aussehen. Ist er unsauber und kotverschmiert, deutet dies oft auf schlechte Haltung oder Durchfall hin.
Allgemeinzustand des Tieres Chinchillas schlafen am Tage, werden also erst in den Abendstunden munter. Dann sollte es neugierig auf alles reagieren, was um seinen Käfig herum passiert, klettern
und springen. Sitzt es dagegen nur in der Ecke, kann es sein, dass es krank ist, aber auch nur ängstlich ist. Daher sollten Sie es eine Weile gut beobachten, denn Angst vergeht meist nach einer Weile von
alleine. bisheriger Halter und Umgebung Achten Sie bitte auch auf die Umgebung, in der das Tier bisher gelebt hat. Sie sagt oft viel über das Seelenleben des Tieres aus. Sind die Bedingungen
sehr schlecht und Sie haben schon ein wenig Erfahrung mit Chinchillas, empfehle ich, die Tiere zu befreien und ihnen mit viel Liebe und Geduld ein besseres Leben zu schenken. Besonders diese gequälten
Tiere werden es Ihnen ewig danken. Sind die Zustände zu schlecht, empfehle ich, den Tierschutz einzuschalten. Mit ihm können Sie auch verabreden, die Tiere dann zu übernehmen. So bleibt ihnen das
Tierheim erspart.
Ebenso sollten Sie sich verhalten, wenn Sie Tiere in Zoogeschäften entdecken, die absolut nicht artgerecht gehalten werden. Scheuen Sie sich nicht, den Tierschutz darüber zu
informieren!
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Was kostet ein Chinchilla? Oft stellen Sie mir diese Frage.
Man kann sie nicht pauschal beantworten, denn es hängt sehr davon ab, für was für eine Farbe Sie sich entscheiden, wie alt das Chinchilla bereits ist, welches Geschlecht es hat und in welcher Region Sie
wohnen. Standards gibt es am häufigsten, daher sind sie auch am preiswertesten. Je nach Farbe kann der Preis bis weit über 500€ liegen. Ein älteres Tier ist meist nicht mehr so gut zu vermitteln,
daher im Preis niedriger. Aber ich denke, das wichtigste ist, dass die Chemie zwischen Ihnen und dem Chinchilla stimmt, der Preis sollte dabei keine Rolle spielen.
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Das Chinchilla kommt nach Hause
BEVOR Sie sich das Chinchilla nach Hause holen, muss unbedingt sein späteres Zuhause fertig
gebaut und eingerichtet sein. Viele Käfigbau- und -einrichtungsvarianten können Sie sich beim Chinchilla-Fanclub auf der Seite Käfige anschauen und Ideen sammeln.
Für den eigentlichen Transport bietet sich eine Tiertransportbox an, die gut belüftet, jedoch nicht der Zugluft ausgesetzt sein sollte. Viele Chinchillas fahren nicht gerne Auto, so sollten Sie nach
Möglichkeit die Wege kurz halten. Hier empfehlen sich Rescue-Globolis als Unterstützung. Sofort, wenn Sie Zuhause angekommen
sind, stellen Sie die Transportbox in den Käfig, so dass das Chinchilla von alleine aus dem Käfig gehen kann. Es wird erst einmal
mächtige Angst haben, alles ist ja so neu und unbekannt. Wahrscheinlich badet es als erstes und kuschelt sich in das Holzhaus,
welches Sie ihm in seinen Käfig gestellt haben. Dann wird es sich erst einmal vom Stress erholen. LASSEN SIE IHN ZUFRIEDEN!!! Nach
dem Schlaf kommt es schon von ganz alleine vor lauter Neugierde raus und schaut sich seine Wohnung an. Lassen Sie ihm 1-2 Tage alles genau anschauen, dann wird es schnell seine Angst ablegen.
Beobachten Sie Ihren neuen Mitbewohner ganz vorsichtig. Vermeiden Sie hektische Bewegungen und reden Sie leise, wenn Sie am
Käfig stehen. Das Chinchilla ist sehr sensibel. Ruhige Bewegungen und ruhige Stimmen beruhigen auch das Tier.
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Wie wird das Chinchilla zahm?
Geben Sie ihm die Ruhe und das nötige zurückhaltende Verständnis in der Eingewöhnungsphase der
ersten Tage. Wenn Sie merken, das Chinchilla hat keine größere Angst mehr, locken Sie es vorsichtig mit getrockneten Kräutern oder einem kleinen Stückchen Apfel aus seinem Versteck. Chinchillas sind
bestechlich, sie werden sich also ganz vorsichtig zu Ihrem Leckerli trauen. Reden Sie die ganze Zeit ruhig und leise mit dem Tier, das beruhigt es noch zusätzlich.
Sobald es aus freien Stücken zu Ihrer Hand mit dem Leckerli kommt, können Sie dazu übergehen, die Hand im Käfig auszustrecken
und das Leckerli auf der Handinnenfläche zu postieren. Wird es sich trauen, auf Ihre Hand zu klettern?
Geben Sie dem Tier die Zeit, die es benötigt. Jedes Chinchilla reagiert anders. Man kann keine Zeitangaben machen. Auf jeden Fall
können Sie, wenn es ohne Angst auf Ihre Hand klettert, versuchen, dass es über Ihren Arm klettert oder ob sie es sich auf den Arm
setzt und sich vielleicht durch das Zimmer tragen lässt. Merken Sie, dass das Tier Angst bekommt, brechen Sie die Aktion ab und
lassen es zurück in seinen Käfig springen. Es gibt Tiere, die werden nie die Scheu überwinden, sich rumtragen zu lassen oder bleiben
nur mal kurz auf dem Arm sitzen, solange Sie vor dem Käfig stehen bleiben. Bengee z.B. ist so scheu. Er lässt sich mehr im Käfig
streicheln. Man muss es akzeptieren und achten. Sie als Mensch wollen ja auch genauso akzeptiert werden, wie Sie sind und nicht mit aller Macht “gebogen” werden!
Wenn das Chinchilla erst einmal zahm ist, wird es sich sehr schnell an einen täglichen Auslauf gewöhnen. Gewöhnen Sie sich und ihm
feste Zeiten an, ebenso zur Fütterung. Das Chinchilla hat eine innere Uhr. Es funktioniert fast wie ein Wecker, es wird Sie genau zu der
eingespielten Zeit daran erinnern, das da ja wohl noch was war, oder?!
Vor dem Auslauf sollten Sie jedoch das Zimmer, in dem es laufen darf, "präparieren". Ich meine damit, schützen Sie Ihre Tapeten,
Pflanzen, Stromkabel und was auch immer sich noch im Zimmer befindet, was schädlich für ein Chinchilla ist (siehe hierzu “Gefahrenquellen” auf Chinchilla-Fanclub
. Das Chinchilla ist so neugierig, dass es erst einmal probieren wird; der so genannte
Probebiss. Und da erfahrungsgemäß alles gut schmeckt, was nicht gut für die Tiere ist, müssen Sie VORHER Vorsichtsmaßnahmen
treffen. Oftmals reichen Verkleidungen aus, die eben während des Auslaufs aufgestellt werden. Lassen Sie Ihr Tier nie alleine laufen, so
können Sie bei Gefahr schnell einschreiten. Außerdem möchte es mit Ihnen spielen. Es freut sich schließlich schon den ganzen Tag darauf.
Zum Spielen eignen sich z.B. Flechtkörbe aus Weide, auf denen man rumklettern kann, Röhren, durch die man durchkriechen kann,
Sessel, auf denen man rumspringen kann...aber am meisten freut sich das Chinchilla auf Sie. Ich setze mich oft mit auf den Boden. So
können meine beiden auf mir rumturnen, wenn sie möchten oder ich denke mir halt kleine Spielchen aus, um sie zu beschäftigen. Der schönste Dank ist dann immer ein zufriedenen Quieken vor Vergnügen.
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Haben Chinchillas eine Seele? Also ich bin sehr davon
überzeugt. Chinchillas sind sehr sensible und feinfühlige Tiere. Wer seinen Schützling genau beobachtet und sich viel mit ihm beschäftigt, sieht ihm genau seine Stimmung an. Ein Chinchilla kann traurig,
müde, zufrieden, wütend ausschauen. Glauben Sie mir, man kann es ihm ansehen. Genauso gut merkt aber das Chinchilla auch, wenn es seiner menschlichen Bezugsperson nicht gut geht. Ein Beispiel: Mir geht
es oft nicht gut, weil ich durch meine Bandscheibe sehr oft große Schmerzen habe. Trotzdem versuche ich, mich sehr mit meinen Chins zu beschäftigen, sie sollen schließlich darunter nicht leiden. Aber
oftmals kann ich sie nur rauslassen und muss mich gleich wieder hinlegen, weil ich mich einfach nicht mehr bewegen kann. Mein sonst so scheuer Bengee merkt dann sofort, dass es mir nicht gut geht und
kommt zu mir, lässt sich sogar streicheln, macht meist neben mir Männchen und schaut mich mit schief gehaltenen Kopf an als wolle er sagen: " Was ist los, Kerstin?" Ich könnt ihn dafür immer
knuddeln. Auch stellt er an solchen Tagen weniger an wie sonst, als würde er auf mich Rücksicht nehmen. Geht’s mir an anderen Tagen wieder besser, spiele ich ausgiebig mit ihm und ich denke, das weiß er
genau.
Als Teddy Wusel bei uns einzog, spielte Bengee oft den "Aufpasser". Teddy musste anfangs erst noch lernen, was er darf und was nicht. Ich spreche im Normalfall mit meinen Tieren
sehr leise und ruhig. Werde ich also mal etwas lauter, wissen sie genau, dass ich mich über das ärgere, was sie wieder angestellt haben. Teddy schaute mich die erste Zeit ganz verwundert an, konnte das
gar nicht verstehen, denn ich setzte ihn in den Käfig zurück, schloss die Tür und wartete ab. Nach ein paar Mal wusste er genau, warum ich das tat. Mit seinen Knopfaugen schaut er mich dann immer ganz
rührselig an, bis ich die Tür wieder öffnete. Natürlich versuchte er noch einmal dasselbe, beispielsweise an der Tapete nagen. Er biss einmal kurz rein, ich drehte mich zu ihm um und brauchte nichts
sagen. Er schaute mich ganz groß an und rannte von alleine in seinen Käfig. Nun kam Bengee in Aktion und schimpfte ihn aus. Spatestens nun verzog sich Teddy für eine Weile in seine Schlafröhre, als würde
er schmollen.
So in der Art könnte ich viele Beispiele aufzeigen. Da soll doch noch mal einer hergehen und behaupten, Chinchillas hätten keine Seele.
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