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 Die richtige Ernährung ist beim Chinchilla das A und O,
da es einen sehr empfindlichen Darmtrakt hat. Deshalb dürfen Sie Futteränderungen
nur über mehrere Wochen hinweg durchführen. Am besten natürlich gar nicht. Das Grundfutter besteht aus Chinchilla-Pellets und Heu der ersten Mahd. Beides sollte den Tieren neben frischem Wasser und dem Chinchillasand 24 Stunden am Tag
ausreichend zur Verfügung stehen.
Pellets sind kleine Stäbchen aus gemahlenen Getreide und Heu mit Vitaminen und Mineralien
angereichert. Leider gibt es viele Produkte auf dem Markt, die absolut nicht Chinchilla-geeignet sind, die mehr aus “Süßigkeiten” und
gefärbten Undefinierbarem bestehen. Warnen möchte ich Sie auch vor losem bzw. nicht originalverpacktem Futter. Sie haben hier
keinerlei Nachweis, wie alt das Futter ist und dann denken Sie bitte auch an mögliche Krankheitskeime, die so übertragen werden
können und für Ihre Tiere schnell lebensgefährlich werden können. Bedenken Sie bitte, das Chinchilla-Pellets in den ersten 6 Monaten
nach Herstellung fast alle Vitamine verloren haben. Bitte vergleichen Sie auch bei jedem Pelletsneukauf die Inhaltsangaben auf der
Packung, da Hersteller öfters mal ihre Produkte ändern. Vermutlich haben Sie sich schon gewundert, dass Ihre Chins plötzlich die lang
gefütterte Sorte nicht mehr mögen - es könnte hier die Ursache dafür liegen.
Wenn Sie wissen möchten, ob Sie ein Produkt füttern, welches Ihren Chinchillas zuträglich ist, mailen Sie mich bitte mit der genauen
Zusammensetzung der Packungsbeilage - Name des Produktes nicht vergessen - an.
Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass die meisten Chinchilla diese nicht besonders gerne mögen (Einen Tipp, wie Sie Ihre
Chinchillas zum Pellets fressen überreden können, lesen Sie bitte nach diesem Artikel). Dadurch biete ich meinen Chinchillas noch als Zusatzfutter eine Kräutermischung an, die u.a. ist. Weizenkleie und Leinsamen -beides gut fürs Fell-
mischen Sie unter die Körnermischung von Weizen, Gerste, Roggen, Hirse und Hafer (zu beziehen aus dem Reformhaus oder mailen Sie mich bzgl. Quelle an). Die Kräutermischung (1 Teelöffel pro Tier)
verfüttern Sie täglich mit den Pellets, die Körnermischung (1 gestrichenen Teelöffel pro Tier) geben Sie max. 1x pro Woche mit ins Futter. Dies bedeutet eine leckere, gesunde und willkommene Abwechslung
im Chinchilla-Speiseplan. Heu sollte frisch duftend in ausreichenden Mengen stets verfügbar sein, ebenso wie frisches Trinkwasser. Benutzen Sie bitte Trinkröhrchen für Nager, da das Wasser nicht
verschmutzen kann, am besten die kugellosen, da sie nicht verkalken können. Chinchillas lieben hartes
Brot (kein Weißbrot) -jedoch bitte max. 1x monatlich ein kleines Stück füttern, und sie freuen sich, wenn sie ständig einen kleinen Ast von Weide oder Haselnuss oder von einem ungespritzten
Apfel- bzw. Birnenbaum, Weide oder Haselnuss zum Knabbern bekommen, kein Steinobst wg. der Gerbsäure.
Zusätzlich benötigt ein Chinchilla Kalk, den er über die Kalk- und Mineralsteine zu sich nimmt. Außerdem
sollte ein Salzleckstein als Inventar nie fehlen. Bitte geben Sie auf keinen Fall Produkte, die Kakao beinhalten, denn das in Kakao
enthaltene Theobromin führt zu einer Vergiftung des kleinen Körpers, bis die Leber es nicht mehr verstoffwechseln kann und das Chinchilla letztlich qualvoll an Leberversagen stirbt.
Gewöhnen Sie Ihre Chinchillas an Apfel. Damit fördern Sie seine Verdauung. Täglich ein kleines
Stückchen frischen Apfel können Sie ohne Bedenken geben. Manche Chinchillas mögen keine frischen Äpfel. Besorgen Sie sich ungespritze Äpfel aus einem Garten, Bioladen o.ä. und schneiden Sie die Äpfel
in hauchdünne Scheiben. Dann legen Sie sie zum Trocknen auf Küchenkrepp (auf die Heizung bzw. im Sommer in die Sonne). Probieren Sie es aus, die schmecken viel besser als diese gekauften Apfelchips.
Als Leckerbissen -besonders um die Tiere zu zähmen- haben sich mal eine Rosine, eine Haferecke oder
ein Stückchen Johannisbrot bewährt. Aber Vorsicht! Mit diesen Dingen sollten Sie sparsam umgehen, da der empfindliche Darm dies nicht so gut verarbeiten kann. Gesünder sind hier wieder Kräuter, im Sommer
selbst gesammelt und getrocknet - natürlich von unbelasteten Wiesen - , wie z.B. Brennnessel (hier nur die ersten Triebe mit Blatt und Stiel verwenden. Später bekommen sie eine Art Dornen, die so scharf
sind, dass sie die Darmwände aufschlitzen können), Löwenzahn (nur die Blätter), Gänseblümchen usw.
Als besonders lecker empfinden unsere Feinschmecker eine Kräutermischung, die Sie in der Apotheke oder im Reformhaus bestellen und mischen lassen können. Hierzu benötigen Sie folgendes:
125 g Kamille 100 g Gänseblümchen
100 g Rosenblüten 75 g Löwenzahn 50 g Brennessel 50 g Hagebutte 50 g Salbei 50 g Pfefferminze 25 g Schafgarbe
Eine leckere Körnermischung wurde hier zusammengestellt. Diese dient mehr dem Aufpäppeln eines
schwachen Tieres. Gesunde Tiere können ca. 1x pro Woche davon einen Teelöffel bekommen.
400g 5-Korn-Mischung (Weizen, Gerste, Roggen, Hirse, Hafer) 100g Weizenkleie
50g Leinsamen 50g Buchweizen 50g Gerstengraupe 50g Haferflocken
Gerne gebe ich Ihnen eine Empfehlung, wo Sie fertige Mischungen -auch in Kleinstmengen- erhalten können. |
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Wie bringe ich mein Chinchilla dazu, Pellets zu mögen? Ganz
einfach!!! Ich habe es mit genau dieser Mischung von Kräutern geschafft. Pellets in den Futternapf, Kräuter druntermischen und schon riechen die Pellets nach Kräuter und das Chinchilla frisst diese mit.
Es dauert ein paar Tage, aber es wird auch bei Ihren Tieren funktionieren, da bin ich mir sicher. Meine beiden mochten partout keine Pellets. Habe wirklich alles versucht. Aber genau diese
Kräutermischung brachte die Lösung. Ein toller Nebeneffekt ist außerdem, dass die Kötel nach ein paar Wochen sowas von gesund aussehen, Sie werden einfach nur staunen.
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Chinchillamuffins
sind etwas ganz leckeres für unsere Feinschmecker und sollte daher auch nur
als Leckerli gegeben werden. Sie verwenden dafür -je nach Menge- die Körner- und Kräutermischung, Leinsamen, Hagebutten. Eine Hand voll Pellets weichen Sie bitte in etwas
Wasser auf, denn dies wird das Bindemittel ergeben. Nun rühren Sie alles gut um und füllen damit z.B. Ihre Muffinsform. Im Umluftofen brauchen die Muffins ca. 45 min bei 150 Grad. Die Backzeiten
variieren je nach Feuchtigkeit der Backmasse, nach Größe der Muffinsformen und nach Variante des Backens (Gas, Heißluft, Umluft usw.). Also am besten alle paar Minuten mal nachschauen,
denn diese “Backmischung” verbrennt sehr schnell.
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