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BENGEE

1999: Als ich in einer Zoohandlung, die Tiere nur von privaten Züchtern anbieten, nach Antworten auf den Tod von Max suchte, entschied sich Bengee ganz unverhofft und spontan  für ein Leben mit mir: Die Zoohändlerin hatte ihn und seinen Bruder auf ihrem  Arm und es dauerte nur einige Sekunden und Bengee hopste zu mir auf den Arm, blieb dort einfach sitzen und sah mit ganz frech an. In dem Moment sah ich nur seine riesigen Ohren und musste schmunzeln.

Ich glaube, er hat meine Traurigkeit über Max gespürt und hätte er reden können, er hätte gesagt: ”Nimm mich doch mit! Du wirst schon sehen, ich werde mich schon in Dein Herz schleichen und dann wirst Du nicht mehr so traurig sein.”

Selbst die Zoohändlerin meinte, dass dies ganz selten sei, dass sich sein Tier seinen Besitzer aussucht. Naja, was hatte ich da noch für eine Wahl? Ich nahm diesen kleinen Schelm mit.

Sein ganzes Wesen ist ganz anders als Max; vielleicht ist das aber auch ganz gut so. In den ersten Wochen waren seine “Lieblingsspeisen” meine Finger inklusive meiner Fingernägel. Das legte sich jedoch, seine Bisse waren nämlich oft auch sehr schmerzhaft.

Bengee entwickelte sich für eine Zeit lang besonders gut, seit Teddy Wusel hier wohnt. Er lernt, dass man sich streicheln lassen kann, ohne gleich wegrennen zu müssen. Ich denke, wenn er Teddy noch weiterhin beobachtet, wird er seine Scheu noch verlieren. Wer weiß, was dieses kleine Kerlchen schon durchmachen musste, bevor er zu mir kam. Er ist, genau wie Max, ein kleines Sensibelchen.

Schade nur, dass sich Bengee und Teddy Wusel nicht so gut verstehen, dass sie ihren Auslauf zusammen genießen können. Leider muss ich sie getrennt laufen lassen. Bengee hat instinktiv sein Revier verteidigt und mein frecher Teddy hatte nur noch Angst und wollte nicht mehr laufen. Da war bei mir Schluss. Seit die beiden getrennt laufen, genießen sie ihre Zeit draußen richtig.

2001 musste ich die beiden so weit trennen, dass sie in verschiedenen Räumen wohnen. Teddy hatte aufgehört zu fressen, wollte nicht mehr laufen, nahm ab. Bengee attackierte ihn nach Strich und Faden. Während Bengee laufen durfte, hatte er nichts weiter im Sinn, als Teddy zu ärgern, ja, er fauchte ihn regelrecht an. Wäre er ein Weibchen, hätte es vermutlich ständig Pipiduschen gegeben. Bengee fing an, wie ein Hund sein Revier zu markieren. Der Teppich sah von Mal zu Mal immer schlimmer aus. So etwas hatte ich auch noch nicht erlebt. Als Teddy nun gänzlich aufhörte zu fressen, sich aufgab, so wirkte es, zog Bengee in sein eigenes Zimmer. An mir nagte das Gewissen, das richtige getan zu haben und Teddy im Wohnzimmer behalten zu haben. Aber die Waage belehrte mich bald eines besseren: Beide Tiere nahmen nach der Trennung jeder gute 100g!!! zu. Unglaublich, aber wahr.

Anfang 2005: Bengee`s Lieblingsspeise sind noch immer meine Finger. Er beißt kraftvoll rein, wenn sie nicht nach mir riechen, sprich, ich irgendwas angefasst hab.

Mitte 2005: Nach langen Behandlungen mit Bachblüten und mehreren Gesprächen (Tierkommunikation) mit ihm bzgl. seines Beißens in Finger gehts jetzt so langsam, speziell seit Teddys Gehen. Er bemüht sich sehr, nicht mehr zu beißen, ist lieb, aufgeweckt und fängt vorsichtig an mit mir zu kuscheln - wenn er es will.

Oktober 2005: Bengee konnte lt. Tierkommunikation nicht verstehen, dass Theo und Tabansi hier eingezogen sind. Er wollte mich nicht teilen. Nun, seit Bengee wieder sein Zimmer alleine hat, nachdem wir Kevin wieder zu Angi gegeben haben (s. Seite Theolino & Tabansi), kommt er Tag für Tag mehr aus sich heraus. Er will sein eigenes Zimmer behalten, duldet jedoch die beiden Chins im Wohnzimmer, solange ich mir die Hände wasche, bevor ich zu ihm komme. Ja, und das funktioniert bisher gut, ohne Bisse.