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...wie noch einmal ein paar Gramm Chin mein Herz erweicht haben...
Hallo, ich bin Anthony. Als ich mir mein neues Frauchen ausgesucht habe, war ich gerade mal 3 Tage alt. Aber alles der Reihe nach:
Geboren wurde ich am 25.12.2005 als erstes von insgesamt 4 Babys bei Angi. Na ja, ich war der Schwerste, der einzige Standard und das einzige Böckchen in diesem Wurf. Angi
beschloss, unsere Mutti zu entlasten und uns mit der Spritze zuzufüttern. Hm, lecker das Zeug.
Am 28.12.2005 lernten wir dann Kerstin kennen. Hm, die hat uns vier in der Hand gewärmt,
schön war das. Angi hat allerdings mit ihr „geschimpft“, sind wir doch immer eingeschlafen und hatten dann nicht mehr sooo das Interesse an der Milchspritze… Ich glaube, mich fand Kerstin
vom ersten Anblick an süß. Ich war auch nicht bös, als sie sich über meine Staubsauernase amüsierte, na ja, ich hab aber auch ne putzige Zeichnung im Fell. Trotzdem musste ich ganze
Überzeugungsarbeit bei ihr leisten. Obwohl ich meinen Charme nur so sprühen lies, blieb Kerstin hart. Nein, sie wollte keine weiteren Chins mehr. Auf der anderen Seite fand sie es aber
toll, uns zu halten und war traurig, dass ihre beiden Schwaben nur schliefen, sie hätte sie doch gerne mal munter erlebt, aber gegen 0.00 Uhr, wenn sie munter werden, schläft sie immer
schon. (Anmerkung von Kerstin: Seit meiner Rückkehr sind sie früher wach, als hätten sie es gehört.)
Von Tag zu Tag setzte Kerstin mich aber immer häufiger zurück in unsere kleine Transportbox, während Angi einen von uns fütterte.
Warum? Ich wollte doch zu ihr. Na ja, sie war erkältet, ein guter Grund, aber irgendwas war da noch. Immerhin überlegte sie schon mal,
ob sie mich haben möchte, aber ich konnte nichts mehr ausrichten, sie flog wieder ab, ohne mich, heul.
Nun musste ich mir etwas einfallen lassen. Was mach ich nur? Ich hatte mir ein gutes Polster angefuttert, also weigerte ich mich zu
trinken. Ich bekam ja noch was von Muttern, aber von Angi wollte ich nicht mehr wirklich was. Das ging so 2,3 Tage, dann fragte endlich
Kerstin nach mir. Angi erzählte ihr, dass sie mir offenbar fehlt, ich würde nicht richtig trinken wollen, werde mit meinem Gewicht selbst
von der leichtesten Schwester bereits fast überholt… Buff, das hat gesessen. Kerstin hat sofort mit mir telepathisch Kontakt
aufgenommen. Das erste, was ich ihr sagte, war: „ICH WILL ZU DIR! ICH WILL ZU DIR!“ Sie redete ruhig mit mir. Sie könne mir keine
Versprechungen machen, ich muss aber erst mal richtig wieder zunehmen, ein großer fideler Junge werden, sie muss ihr komplettes
Wohnzimmer neu einrichten, damit ins 16qm große Wohnzimmer eine zweite Voliere rein passt…jaaaaa, ich versteh das ja alles, aber ich will zu dir, Kerstin.
Am nächsten Tag fragte sie wieder nach mir. Ich hatte 2g zugenommen. Sie freute sich riesig. Abends nahm sie wieder mit mir Kontakt
auf und meinte, es wäre ihr jetzt klar geworden, dass ich zu ihr gehöre. Na, endlich, Kerstin. Da musste ich erst in den Hungerstreik treten, damit du aufwachst!
Seit diesem Tag bin ich nicht mehr zu bremsen. Ich habe im Affentempo das Springen gelernt, selbst auf das höchste Brett kam ich
früher als das Otto-Normal-Chin, sagt Angi. Ich nehme zu, wie es sich gehört, und ich bin so mobil und unternehmungslustig geworden,
so, wie es sich Kerstin gewünscht hat. Für mein Alter (derzeit 5Wochen) bin ich laut Angi schon so was von selbstständig…ganz
anders, als Leute in meinem Alter. Hihi, hat Angi noch nicht bemerkt, dass ich bereits schon heimlich die Koffer gepackt habe?
In Kerstins Tierkommunikations-Übungsabend war ich auch schon per Foto zu Gast. Ihre Lehrerin nahm mit mir Kontakt auf. Sie
schmunzelte nur über mich und meinte: „Das erste, was kam, war ICH BIN KERSTIN IHRER! Der weiß schon ganz genau, was er will. Er
kommt mir sehr aktiv und mobil rüber. Mit dem kleinen Kerl wirst du keine ruhige Minute haben.“ Ja, das denke ich auch, Kerstin. Und
mach dir keine Gedanken, ich suche mir schon noch einen lieben Partner aus, wenn die Zeit reif ist. Das hab ich dir ja heute gesagt: Ich mag jedes Chin. Und Auswahl bei Angi hats ja genug.
Anthony
Hallo, ich bin Louis und wurde am 13.12.2005 bei Angi als wohlbehütetes und liebevoll
umsorgtes Einzelkind geboren. Angi meinte, ich sei eigentlich sehr pflegeleicht und zutraulich, aber ruhiger als Anthony, aber derzeitig teste ich die Nerven meiner
Umgebung. Ich werde ganz schön in die Schranken verwiesen - von Anthony und verbal von Frauchen. Naja, aber könnt ihr nicht verstehen, dass ich bei meinen Eltern
nie was durfte und jetzt als Teenager die Grenzen austeste?
Louis
06. Februar 2006 Ich nahm Kontakt mit Anthony auf. Man, hat der sich wieder gefreut. Mensch, der sitzt da
echt bei Angi und kann es gar nicht mehr abwarten, groß genug zu werden, dass er
nach Berlin reisen darf. „Ich bin schon fertig!“, meinte er. Er wollte gleich losfahren. Das ist so ein keiner Quirl. So quirlig wie sein
Verhalten, so quasselfreudig ist er. Anthony muss es aus einem vorherigen Leben kennen, das man mit ihm spricht. Es war ihm von Anfang an so vertraut.
Seinen möglichen Kumpel Louis hab ich auch angefunkt. Er ist mehr der ruhige Chinjunge. Glaube, ihm ist das Doolittlen noch nicht
ganz geheuer. Allerdings ganz stolz hat er mir kleine rote Teile zum Fressen gezeigt. Angi bestätigte mir später, dass er dieses
Leckerlie (Möhre aus Mischfutter-Mischung) wirklich liebt. Ansonsten ist er über seine Zukunft noch sehr unschlüssig. Na, warten wir mal ab. Es wird sich schon finden, wie es sein soll.
12.02.2006 Hatte grad heute wieder mit Anthony gesprochen und ihm erzählt, dass ich ihn in 5 Tagen besuchen komme. Er wusste es schon.
Seine Frage war gleich: "Nimmst du mich dann mit?" Da muss Angi Taschenkontrolle bei Abfahrt machen, glaub ich. Er kann es gar nicht mehr erwarten.
20.02.2006
Ich bins, Anthony. Mein neues Frauchen hat mich besucht, sie hat ihr Versprechen gehalten, freu. Schaaade, dass sie mich nicht gleich mitgenommen hat,
aber das hat sie mir erklärt: Ich bin nämlich erst 8 Wochen alt und ab 12 darf ich erst an weite Reisen denken und ich musste mich noch
für einen Kumpel entscheiden; meine 3 Schwestern darf ich ja nicht behalten, hat sie erklärt (Inzucht). Gut, das hab ich verstanden.
Insgeheim hatte sie aber schon entschieden, dass Louis richtig gut zu mir passen könnte. Also durfte ich am Samstag Abend Louis
kennenlernen. Man, Leute, erst schickt ihr mich auf meinen ersten Auslauf im Leben und dann soll ich mich gleich für ein anderes Chin
interessieren! Erwartet ihr von einem Teenager nicht zu viel? Süß war er ja, der andere. Der ist mir völlig interessiert immer hinterher
gelaufen. Naja, armes Würschtel, der ist ja Einzelkind. Aber ich hatte den Eindruck, dass er Kerstin auch nett fand. Also Kerstin, Sache ist beschlossen, wir mögen uns und ziehen zu dir!!!
Sehen wir nicht beide süß aus auf den Fotos? Fast wie Zwillies,
was? Ich bekomme die helleren Ohren und habe den kürzeren Schwanz; Louis hat nen ganz laaaangen Puschelschwanz und die Ohren sehen dunkler aus. Ach, und ich bin verwandt mit Tabansi
und das kann ich nicht leugnen: Ich hab denselben "Watschel-Kriech-Gang" wie Tabansi. Kerstin hat echt gelacht, als sie mich hat laufen sehen.
Zum Schluss bin ich bei Kerstin auf dem Arm eingeschlafen. Das war schön. Einen Tag später durfte ich noch mal bei ihr unter der Jacke schlafen. Och, das könnte mir gefallen. Da hat sich nachts
Kerstin noch zu uns ins Chinzimmer gesetzt und wollte sich von mir und Louis verabschieden. Da hab ich es mir einfach bequem unter der Jacke gemacht und so saß sie dann ne gute halbe Stunde
mit mir. Louis war da etwas zurückhaltener. Angi hat gemeint, sie kennt uns nur "anders herum", Louis als Kuschelchin und ich der
Entdecker. Da hat die gute Angi doch ganz schön aus der Wäsche gestaunt über uns 2 kleine Knäule. Hihi, Kerstin wars klar, dass ich mehr mit ihr kuschel.
Ich freu mich schon auf unsere lange Reise nach Berlin.
Anthony
Samstag, 18.3.06
Nach mehrmaligen gemeinsamen Ausläufen im Angi-Chin-Kindergarten sind auch heute Abend Louis mit Anthony auf gemeisame
Entdeckungstouren gegangen. Alles lief -wie auch die letzten Male, wie Angi mir erzählte- sehr harmonisch ab. Zur Nacht kamen die
beiden dann in das erste Mal gemeinsam in einen Käfig zu mir auf den Nachttisch. Die Nacht verlief super harmonisch. Ab und an
wachte ich auf, um zu schauen, aber da saß ein kleines graues Wollknäul zusammengekuschelt da und schlief seelig.
Montag, 20.3.06
Es geht auf große Fahrt nach Berlin. Umsteigen in die Transportbox. Schon in der Transportbox legten sich beide auf meine Hand und
schliefen ein. Anthony kippte auf die Seite, alle vier Pfoten von sich...es fehlte nur noch ein hörbares Schnarchen.
Auf der Autofahrt zum Bahnhof verlief auch alles sehr ruhig, sie schliefen. Im ICE verschliefen sie -mit samt Frauchen- die ersten 3
Stunden fast komplett. Dann war Frühstücken angesagt. Die fraßen Pellets, tranken Wasser und legten sich gestärkt mit der Nase in die Sonne und verfielen in den nächsten Tiefschlaf.
In Berlin angekommen gings mit dem Auto weiter nach Hause. Meine Eltern holten mich
ab. Zuhause angekommen brauchte meine Mutti - Gegenerin von noch weiteren Chins - ganze 3 Sekunden, dass ihr ein "süß" rauskam und nix kam mehr von ihr. Louis
fremdelte etwas in seiner Box. Zu viel Neues. Also ließen wir ihn erst einmal in Ruhe. Anthony hingegen suchte meine Nähe, hopste mir auf die Hand, legte sich in meinen
Arm und schlief ein. Nach einer Weile war auch Louis aklimatisiert. Meine beiden großen Schwaben, Theolino und Tabansi, beobachteten die Situation sehr genau und
waren sehr fröhlich drauf, hopsten durch den Käfig, freuten sich schier. Also hielt ich Tony mal kurz ans Gitter. Ein sehr freundliches Geschnuppere ging los. Wenig später
stellte ich Louis vor, ein Babygeschrei ging los. Er hatte Angst. Kein Problem, ich
setzte ihn mit zu Anthony zurück in die Transportbox. Wenig später wurden sie unruhig und ich wollte sie den neuen Käfig erkunden
lassen. Tony hopste mutig rein, Louis wollte ich reinsetzen, er drehte sich schlagartig um und hopste mir zurück auf den Arm. Erst als
ihn Tony abholte, ging er mit ihm auf Erkundungstour. Es dauerte keine 5 Minuten, da hatte Tony als Erster entdeckt, dass es noch eine
zweite Ebene gab. Quiek quiek gings los. Währenddessen saßen meine beiden großen -wie beim spannenden Krimi- auf ihren Ästen
und schauten den Kleinen zu. Sie bewegten sich keinen mm. Wenig später saß auch Louis oben, sie fraßen, tranken, erkundeten
weiter. Müde? Wir? Nö! Hier gibts zu viel zu sehen. Das einzige, was Probleme macht, sind die Äste. Auf Ästen laufen/Klettern müssen sie erst noch lernen.
Dann aßen wir 3 Abendessen. Anschließend saßen meine Großen am Türchen und wollten raus. Theolino kam sofort raus, Tapsl traute
sich nicht, kam erst auf viel Zureden dazu. Dann hopsten und sprangen sie völlig ausgelassen durchs Wohnzimmer, betrachteten die
Kleinen, die sich mittlerweile wieder unten im Käfig aufhielten, als etwas, was dazu gehört und schon ewig da ist. Kein Gekeife, nix, nur
blanke Harmonie. Es war zu schön. Der Transportkäfig stand noch leer auf der Erde, die Großen gingen ihn abwechselnd aufsuchen
und schnupperten ganz aufgeregt im inneren, aber eben auch völlig friedlich, eben nur neugierig.
Nach langem Auslauf gingen die Großen dann zurück in den Käfig, während die Kleinen es sich in der Korkröhre oben gemütlich
gemacht hatten. Ich saß noch eine Weile im Zimmer, aber auch dann fielen mir die Augen zu. Dann stellte ich meinen beleuchteten
Brunnen an den Käfig von Anthony und Louis zwecks Orientierung. Theolino bat ich, auf alle ein Auge zu haben, er ist der Älteste.
Morgens schliefen alle 4 sehr friedlich. Tapsl kam mich begrüßen, später kamen die beiden Kleinen zu mir auf den Arm, als sie auf
dem Weg zum Frühstücken waren. Der Napf war über Nacht fast leergefressen! Bengee war -erstaunlicherweise- gestern sehr lieb zu
mir, schnupperte vorsichtig an meiner Hand, aber ich hatte dann doch zu sehr Bange, die Hand mehr in den Käfig zu geben, wollte nicht wieder blutige Finger riskieren.
22.03.2006
Die Großen rennen mit einer Begeisterung draußen rum, springen im Käfig, erzählen Romane, speziell Tabansi, kommen ans Gitter,
lassen sich den Kopf kraulen, kommen kurz auf die Hand, nix mehr mit Schlaftablette… Was ist da nur passiert? Theolino betrachtet
draußen den Babykäfig, als wär er ein Möbelstück, obwohl die Kleinen mal auf den Boden kommen, um zu schauen. Tabansi war ganz
aufgeregt, als Louis unten war. Sie haben sich beide angeschnuppert, nicht angekeift. Taps wollte jedoch durchs Gitter durch und ich
riet Louis, die Pfoten zu sichern. Anthony kam nicht runter, sondern schlief in dem Moment oben weiter. Taps war sehr aufgeregt, aber
friedlich. Irgendwann hopste er weiter draußen rum, Louis ging nach oben.
Heute Morgen hat mich Louis begrüsst, Tony schlief noch, gestern nach Feierabend schlief Louis tief und fest und Tony hat mich
begrüßt. Die beiden Großen waren ganz hippelig und Taps quiekte mir die Erlebnisse der Nacht ins Ohr. Die werden richtig munter, die zwei. Hätt ich nie gedacht.
Am liebsten wären die Kleinen gestern schon rausgekommen, aber das will ich noch
nicht. Sie sollen sich erst einmal im Käfig zurechtfinden. Tony kann schon super auf den Ästen klettern, Louis ist noch etwas unsicher darauf. Einen nach dem anderen hatte ich
gestern unterm Pullover. Während Louis etwas ängstlich war, fands Tony toll, nur sollte ich das nächste Mal schauen, was ich drunter hab, der Hemdspitze fehlt jetzt ne Spitze, grins.
23.03.2006
Gestern der erste Auslauf für die Minnies war voll der Spaß. Sie sind beide getobt, gelaufen, gerannt, gesprungen (Anthony die Wand hoch und im Flug umgedreht). Louis
kam häufiger auf meine Schulter und von dort aus gings über die Haare wieder runter auf den Boden. Das beste für sie war eine dicke Mikrofaserdecke, die eigentlich nur
eine Lücke zwischen Boden und Schrankende verschließen sollte, aber auf die konnte man so toll raufspringen und einsinken. Die beiden waren nicht müde zu bekommen.
Zwischendurch legte sich Anthony an die Wand, Beinchen auf die Seite ausgestreckt…leider hatte ich meine Digi nicht mit… Mit einem Quiekkonzert wurde der einstündige Auslauf für gut befunden.
Zurück gings dann über die Transportbox in den Käfig. Klappte hervorragend. Im Käfig
angekommen musste ich Tony noch dirigieren, dass er sich an eine Stelle niederlegt zum schlafen, die ein breiteres Brett hat, damit er nicht runterfällt. Hat er auch gemacht – nach diesem Foto.
Die beiden großen sind vorher im Wohnzimmer gelaufen, aber nachdem sich die beiden mal kurz in die Haare bekommen hatten und leicht Fell von Taps flog, wollte ich
die Lütten lieber separat laufen lassen und den anderen Käfig noch verkleiden, bevor sie im Wohnzimmer laufen können. Möchte ja nur auf Nr. Sicher gehen.
26.03.2006
Gestern Abend ließ ich also erst Theolino und Tabansi in den Flur, schloss hinter ihnen die Tür, sammelte Anthony und Louis in die
Transportbox und setzte mich mit den 4 in den Flur. Noch hinter Gittern schnupperten sich alle friedlich an, aber kaum waren die Minnies
auf Tour, schossen sie (voran Louis!, von dem ich es am wenigsten erwartet hatte) auf die beiden Großen zu und bissen ihnen richtig
große Fellstücke raus, „vorzugsweise“ von Theolino. Taps hatte nur noch Angst, verkroch sich hinter meinem Rücken, ebenso nach 2,3
Minuten Anthony und Theolino. Ehrlich gesagt, führte sich Louis ähnlich auf wie damals Kevin… (s. Theolino & Tabansi).
Taps stieß nur noch Angstlaute aus, die beiden Großen fingen an sich gegenseitig zu jagen und zu beißen. Irgendwer hat Theolino
wieder am Hals erwischt! Nach paar Sekunden sahen mich die beiden Großen hilfesuchend an, da steckte ich die beiden Kleinen
zurück in die Box und anschließend in ihren Käfig zurück. Die Großen beließ ich zur Beruhigung im Flur und setzte mich anschließend
mit dazu. Sie schauten in jede Ecke und hopsten dann beide auf mir herum, regelrecht anhänglich. Irgendwann fingen sie an zu
erzählen. Ich öffnete die Wohnzimmertür und ließ sie ins Wohnzimmer. Erst einmal gingen sie baden, dann liefen sie weiter. Nachdem
die Großen müde waren und zurück in den Käfig gingen, gabs ein Leckerlie und ich ließ die Kleinen das erste Mal im Wohnzimmer
laufen. Vorher verbarrikadierte ich für alle Fälle den Käfig der Großen, was sich als unnötig erwies, denn Theolino kam sogar sich die
Kleinen laufend anschauen – wohlweißlich geschützt hinter seinen bekannten Gittern. Taps saß nur noch im Haus und winselte vor sich
hin. Es klang sehr kläglich. Im ersten Moment dachte ich, er sei verletzt, aber ich konnte keine Verletzung entdecken. Es war „nur“ Angst.
Anthony und Louis liefen erst sehr vorsichtig, naja, es war alles unbekannt. Doch schon
bald fegte Anthony durchs Zimmer, als kenne er nix anderes. Die beiden hatten ihren Spaß und ließen die Großen zufrieden.
Ich vermute, dass es einerseits die Angst der Großen seit dem Erlebnis mit Kevin war, andererseits wird Anthony seit Freitag grad geschlechtsreif. Ok, es soll eben nicht sein,
dass sie zusammen laufen. Kein Problem, laufen sie eben hintereinander.
27.03.2006 Heute Morgen kamen mir Theolino und Tabansi auf den Arm gesprungen – beide
gleichzeitig – und saßen für Sekunden beide dort still. Sie waren wieder die Alten, nur
irgendwie etwas anhänglicher als gewohnt. Louis hat nur noch im Sinn aus dem Käfig zu flüchten (leichtes Spiel, solange diese Falltür
noch dran ist…), Anthony hatte sich richtig zurückgezogen, weil sich Louis regelrecht penetrant verhielt und ihn immer verdrängte. Ich
denke, die haben mit sich beide derzeit rangordnungsmäßig genug zu tun.
Ich habe heute Morgen den beiden Großen in die Pfote versprochen, dass sie weiterhin separat laufen dürfen, wenn sie es möchten.
Ich halte es für das Beste. Ich ahnte ehrlich gesagt nicht, dass ihr Schock mit Kevin doch so tief sitzt und sie solche Angst zeigen
sollten. Damit war es für mich auch schlagartig klar, weshalb es vorher so friedlich zuging.
 Abends lief der Auslauf wieder völlig
harmonisch und ruhig ab. Als erstes waren die Minnies wach und liefen. Hm, das weckte die Großen, die nun ganz traurig dreinschauten. Beide „Parteien“ hatten ihren Spaß und pesten durch`s
Wohnzimmer, die jeweils anderen im Käfig völlig neutral behandelnd. Na bitte, dann geht’s halt so. Ich sollte nur warten, bis die Großen draußen waren.
Schließlich haben sie das ältere Hausrecht und das haben sie sich auch verdient.
Taps und Theolino kamen heute Morgen wieder kurz auf meinen Arm. Beide quiekten
ganz freudig. Auch wird Louis seit gestern Abend ein wenig von Anthony in seine Schranken gewiesen. Auch diese beiden gehen jetzt
harmonischer miteinander um. Anthony drängt Louis jetzt immer etwas vom Türchen weg, wenn er sich dort zu „fett“ macht, um Aufmerksamkeit zu erhaschen.
 31.03.2006 Obwohl Anthony derjenige ist, der mit seinen 13 Wochen schon geschlechtsreif ist, ist es Louis, der Krach mit den Großen sucht, kommen sie aus Versehen mal zu
nahe an "seinen" Käfig. Überhaupt führt er sich auf wie ein noch völlig unreifer Teenager, drängt sich ständig in den
Vordergrund, drängt Anthony weg vom Futter usw. So nach dem Motto "ich hab
noch Babyrechte". Ich denke, der holt jetzt alles nach, was er bei seinen Eltern nicht durfte. Heute Morgen hab ich ihm mal unter den Rock geschaut, da ist noch nicht mal der Ansatz der Pubertät zu sehen...mit seinen 14 Wochen.
Die beiden Großen sind zu 95% sehr friedlich miteinander, ab und an gibts kleinen Streit. Aber es legt sich dann auch recht schnell wieder.
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2006/2007 Louis hat Mooooonate gebraucht, um geschlechtsreif zu werden. Überhaupt ist er ein “Mini-Chin” und Leichtgewicht. Neben Tony wirkt er
noch kleiner und zarter wie eh schon. Aber ich habe nicht den Eindruck, dass ihm irgendwas fehlt. Louis nagt Tony ständig die Barthaare ab,
obwohl Tony der Chef ist...sie kuscheln zusammen, naja, ab und an gibts mal Zoff, was sich aber schnell wieder legt.
Dezember 2007 S
oooo schnell kanns gehen, wie bei kleinen Kindern, mal kurz nicht aufgepasst...
Tony geht gerne mit mir durch die Wohnung spazieren und schaut gerne
aus dem Fenster, wenn draußen die Lichter an sind, also ab auf Frauchens Arm und sich durch die Wohnung tragen lassen. Ich habe Jalousien an den Fenstern und absolut nicht an dieses kleine
Plastikteil gedacht, welches da an der Schnur dran ist. Plötzlich machts knaaaaack knister knusper schluck und Tony hatte sich die
Schnur mit den Vorderpfötchen aufgeräufelt und das Plastikteil zerknackt, schön gut durchgekaut (boh, war das laut!) und geschluckt. Ich hatte keine Chance zu reagieren.
So, was nun? Abwarten, was passiert, tun konnte man ja eh nix. Nächsten Morgen machte er einen Eindruck wie gewohnt. Abends war
sein Bauch etwas hart, lies sich nicht massieren, Tony quietschte auf. Also Sab Simplex rein in die Schnute (leider mit “Gewalt”, es war
wohl nicht so sein Geschmack). Anschließend lies er sich den Bauch massieren, als er bei mir auf dem Arm saß. Dann lies ich ihn ganz
lange gestern draußen alleine toben, bis paar viele anständige Kötel kamen. Dann habe ich ihm noch Bird Bene Bac gegeben (Darmaufbau - dachte, das kann ja jetzt nicht schaden), das nahm er freiwillig.
Heute Abend ist der Bauch wieder wie immer, Tony putzmunter und schlabbert nun noch sein Tübchen BBB fertig aus. Noch mal Glück gehabt, kleiner Kerl!
Januar 2008 Immer öfters ist Zoff im Hause Tony & Louis angesagt. Ich glaub, Louis
denkt, Tony ist ein Mädchen, er will ihn decken...Dass das Tony nicht passt, ist klar. Tagsüber sitzen sie zwar nicht mehr so häufig, aber noch
regelmäßig zusammen und kuscheln. Kaum sind sie wach, geht die Jagerei los. Vielleicht ist`s das Wetter, vielleicht die Planetenkonstellationen...die Menschen sind ja nicht anders drauf...
Hoffe, das legt sich schnell wieder.
Februar 2008 Tony hat Louis die Tage ziemlich zugerichtet. Louis wollte ihn immer bespringen. Louis hat am Hintern kaum noch Fell, darunter so einige
Wunden. Dann ist er noch irgendwo hängengeblieben, so dass das Ohr in zwei Hälften gerissen ist - an 2 Stellen. Louis hatte nur noch Angst vor Tony, so dass ich mit dem Gedanken spiele, auch die zu
trennen. Ich hab sie in die Transportbox verfrachtet, nachdem ich mich nur noch schlafwandelnd vorwärtsbewegte und wie im Trance
meine Arbeit verrichtete, da ich jede Nacht mehrfach wach war, wenn sie sich zofften. Als ich nicht mehr weiter wusste, hab ich den
beiden gedroht: "Entweder sehe ich bis Samstag eine Besserung, sonst wird getrennt.” Am Nachmittag durfte Tony Louis putzen. Hm,
Hoffnung haben? Abends fingen sie wieder an, sich bös zu jagen, also wieder in die Transportbox. Abends habe ich einen kleinen
Hasenkäfig im Zimmer von Ben eingerichtet, ein Brett rein, Tonröhre, Sand, Futter, Wasser und...ja, Tony und Louis “reingestopft”. Mir
war zwar nicht wohl bei dem Gedanken, aber wenn es die Wiederannäherung bringen soll... Boh, hat Tony mit mir geschimpft. Vor
lauter Wut biss er mir leicht in den Finger, aber das war echt vor Wut. Auch musste gleich ne Trennwand zu Ben her, denn den hat er
nur angefaucht. Ben hat vielleicht blöd geschaut, war er doch immer derjenige, der andere anfaucht... Ich hab mich dann vor den Käfig
gesetzt und zu Tony gesagt: "Du hast es jetzt in der Hand, wie es weitergeht. Vertragen oder Trennung". Louis nahm das Ganze
gelassen und ruhig hin, was mich sehr überraschte und wunderte. Es dauerte nicht lange, saßen beide zusammen auf einem Brett.
Blitzwirkung? Die Nacht verlief nach Wunsch: Ich durfte endlich mal schlafen und träumen und morgens saßen die beiden über- und
untereinander im Sand und schliefen. Abends dann bekamen sie die ex-Korkröhre von Theo und Taps, weil die ja jetzt ne ganz große
bekommen haben. Und wieder durfte ich schlafen und Tony und Louis verbrachten die Nacht verkuschelt in der Korkröhre.
Dann habe ich mit Tony gesprochen und ihn mal nach dem Grund gefragt. Eifersucht. Ich habe so viel Zeit bei Theo und Taps verbracht
(Scheidung bei den beiden im Januar 2008). Er wollte mehr Aufmerksamkeit und hat einen Weg gesucht, dies durchzusetzen. Boh, das
hat gesessen. Natürlich hab ich ihm versucht ins Gewissen zu reden, dass das der falsche Weg war und dass er ja eh die meiste
Aufmerksamkeit hat und mit mir durch die Wohnung laufen darf usw. Das müsste er doch wissen und verstehen und wenn andere Aufmerksamkeit brauchen, muss er dies verstehen und akzeptieren lernen.
Alles in allem macht Louis draußen (wenn sie im Flur laufen) und im kleinen Hasenkäfig einen sicheren Eindruck, keine Angst, lässt sich
putzen, kommt auf meine Hand usw. Kaum setzte ich sie wieder in den großen Käfig zurück, gabs Jagerei, Angst, Flucht auf meine
Hand. Äh? And now? Irgendwann müssen sie doch wieder in den Großen zurück, können ja nicht ewig im Kleinen sitzenbleiben. Und:
Wenns der Platz ist, weshalb vertragen sie sich beim gemeinsamen Auslauf? Ich hab nur noch Fragezeichen im Gesicht.
22.02.2008, 2.00 Uhr - Scheidung 2008 Die ganze Zeit liefs in dem Hasenkäfig gut, sie verbrachten draußen ihren Auslauf und
spielten schön. Alles kein Problem. Umsetzen in einen etwas größeren Käfig endete nach 2 Sekunden damit, dass Louis in Angst verharrte und Tony ihn begann zu jagen. Also
wieder zurück in den Hasenkäfig. 20min später verbrachten sie ihren gemeinsamen Auslauf gestern Abend, powerten sich völlig aus, hatten viel Spaß und alles schien ruhig. Also ging
ich schlafen. Nachts träumte ich davon, dass ein Chin totgebissen wird und hörte es schreien...nein, das war kein Traum, das war Realiät. Als ich es raffte, sprang ich auf und
sah nur noch ein einziges Knäul. Wie man sich auf so engem Raum überhaupt noch jagen konnte, bleibt mir ein Fragezeichen. Ich fischte mir Louis raus, denn als ich sah, dass der
Käfig viel Fell enthielt, war mir schon der "Rest" klar: Ich pustete in sein Fell und fand viiiiele ganz frische Bissverletzungen. Louis selbst glühte an den Ohren und ich hatte das Gefühl,
dass er zitterte, er hatte einen Schock. Rescue half ihm dann - aber ich traf dann auch die Entschiedung, nicht noch auf Kreislaufzusammenbruch oder Todesbiss zu warten und trennte dann endgültig.
Während Tony in die alte Voliere zog, sich kurz umsah und sofort platsch auf seine geliebte Schieferplatte seitlich plumpste und nur noch das Schnarchen fehlte (ich räumte während
der Zeit die Voliere ein und aus, damit jeder noch irgendwas Überlebenswichtige bekommt, denn nachts um 2 Uhr sind auch hier die Geschäfte zu), interessierte ihn das
überhaupt nicht mehr, was ich tat. Louis hingegen saß da wie unter Schock. Ich nahm ihn in den Arm, aber so recht wollte er das nicht. Dann hab ich unter Beißattacken Bengee eine
Tonröhre und einen Futternapf geklaut und sie Louis eingebaut, meinen Geschirrschrank geplündert für die "Sandwanne" usw.. Louis brauchte noch ne ganze Weile, um zur Ruhe zu kommen.
Morgens fand ich Louis in einem Tongefäß wieder, hob kaum den Kopf für den Apfel und fraß den auch nur zur Hälfte. Louis hat durch
den Stress für ihn in den letzten Wochen ziemlich viel Gewicht verloren, besteht nur noch aus Knochen. Er war ja immer schon ne
Handvoll, aber nun hab selbst ich, die ihn gewöhnt ist, Angst, ihm nen Knochen zu brechen, er wiegt nur noch 421g.
Tony lag morgens wieder auf der Seite und "schnarchte" und den Apfel musste ich ihm servieren, geholt hat er ihn sich nicht.
Jetzt sollen sie sich erst einmal wieder fangen, erholen, beruhigen und dann schauen wir gemeinsam, wie es weiter geht.
29.03.2008
Gaaaanz langsam nimmt Louis jetzt zu, leider wirklich nur gaaaanz wenig, nachdem er seit der Trennung noch mal weniger wurde
(410g), aber er wird aufmerksamer, frisst recht gut, genießt seinen Auslauf, klettert gerne an mir hoch, wirkt derzeit zufrieden. Wär schön, wenn es bald mit einem Partner für ihn klappen könnte.
Tony genießt das derzeitige Singleleben in vollen Zügen. Er flitzt durch
den Käfig, zerlegt die dicksten Äste in kleine Stückchen, vermümmelt Unmengen von Heu, nimmt sehr gut wieder zu und hängt - wie auf dem
Foto sichtbar - so richtig entspannt ab. Bei ihm hat man den Eindruck, er ist zum Single geboren, aber ich lasse die Zeit und ihn entscheiden, was er möchte.
26.02.2009
Tony stürzt seit paar Wochen immer mal wieder imSchlaf vom Ast. Es wirkt wie Gleichgewichtsstörungen. Grad ist er wieder abgestürzt. Er hat
aufgequietscht und saß wie versteinert da. Danach ist er wieder panisch durch den Käfig gerannt. Nun liegt viel Fell auf dem Boden, weil er am
Ast hängengeblieben ist, seine Seite sieht etwas kahl aus. Ich weiß nicht mehr, wie ich seinen Käfig noch umgestalten soll, diesmal
wars ne Höhe von ca. 20cm. Wieder saß er vorher da - schlafend. Ich mein, ich saß ja wieder dabei. Gewicht geblieben.
07.10.2009 - Zahnoperation
Tony, mein größter und schwerster von allen, grad innerhalb des letzten Monats sein Gewicht wieder um 20g auf 762g gesteigert, nagt
alle Äste kurz und klein, frisst alles, was ihm unter die Pfötchen kommt und wurde heute an den Zähnen operiert...Nach der Erfahrung
mit meinem Teddy wieder ein "Fall" von "verlasst euch nicht darauf, wenn das Tier frisst und nagt, es KANN doch was an den Zähnen haben."
Tony hat immer mal wieder ein nasses Auge, das ging dann nach Euphrasia-Gabe weg, kam wieder usw. Als ich jetzt nach einem
Kurzurlaub nach Hause kam, da waren beide Augen betroffen. Abends sah ich dann was weißes dickes im Auge, was er sich mit der
Pfote raus wischte und dann war alles wieder unterm Auge feucht. Dass es richtig tränt, hab ich nie gesehen.
Heute Morgen um 9.00 Uhr war er dann bei der Tierärztin, sie hat an den unteren Vorderzähnen eine schiefe Abnutzung bemerkt, an
den oberen Backenzähnen, auf der Seite, wo es vorn schief war, ebenfalls eine schiefe Abnutzung, auf beiden Seiten je eine Spitze
oben und die unteren Backenzähne stehen in Höhe der Schleimhaut, d.h. er wäre ein möglicher Zahnkanditat. KANN, muss aber nicht -
so ihre Worte. Zähnchen wurden behandelt, Abstrich der Tränenflüssigkeit genommen und eingeschickt. Bis dahin gibts ein Antibiotika Floxal-Augentropfen.
Ich hab diesen quirligen Tony noch nie so elend nach der Behandlung gesehen. Vorher hat er noch auf meinem Arm die wartenden
Patienten und die Anmeldung mit seinem Charme verzaubert - wiederbekommen hab ich ein Häufchen graues Fell. Die Fahrt über nach
Hause versuchte er sich am Apfel - wir haben ja laaaaaaaaaaange genug im Stau gesteckt (Berlin ist eine einzige große Buddelgrube).
Zuhause angekommen wollte ich ihm die Augentropfen geben und ihn in den Käfig setzen, aber er klammerte sich förmlich an die
Transportbox. Na gut, ich hab Urlaub, ich hab Zeit. Ab auf die Couch. Ne halbe Stunde später merkte ich, wie er immer kälter wurde,
also Rescue-Pillen ins Tier rein und ab unter die Decke, wo er freiwillig sitzen blieb, bis er dann halbwegs wieder Temperatur hatte und
dann setzte ich ihn zurück in die Transportbox neben mir auf die Couch, wo er jetzt noch steht. Ein kleines Stückchen getrocknete
Möhre ging schon rein, zwar sehr laaaangsam, aber er konnte sie zerbeißen. Jetzt quiekt er gaaaanz leise vor sich hin und guckt auch schon wieder wacher.
08.10.2009
Fakt ist, dass ich keinen Brei in ihn reinbekomme. Er schiebt die Zunge vor die Öffnung der Spritze. Irgendwann hatte er dann genug
von meiner "Quälerei" und fing an zu beißen. Ich hab ihm dann gesagt, ok, ich höre auf, aber dann musst du selbst fressen. Als ich
heute Morgen an seinen Käfig kam, ging er grad zum Pelletsnapf und fraß einige Pellets vor meinen Augen. Frischer Apfel geht auch,
Himbeerblätter, Echinacea, div. kleine Kräuter, gaaanz wenige Heuhalme, 2-3Mal am harten Brot genagt. Keine Kaugeräusche zu
hören. Also rein theoretisch kann er fressen. Ich habe jetzt beschlossen, ihn nicht zu quälen und ihn von der Couch zu beobachten, hab
ja zum Glück noch Urlaub. Hab ihn gestern noch sauber gemacht, daher weiß ich, dass er zwar ein wenig kleiner kötelt, aber wie ein kleiner Weltmeister. Von daher denke ich, nimmt er noch genug selbst auf.
Ansonsten meinte Tony zu allem "Ich habe einen Schreck bekommen bei der Behandlung. Ich habe Schmerzen auf beiden Seiten.
Aber du hast das Richtige getan." Ich werd ihn heute mal nach mgl. Ursache befragen.
09.10.2009
Nachdem dann gestern KEIN einziger Kötel mehr kam, habe ich ihn 2x für 1Stunde draußen laufen lassen, den Bauch massiert und
nachdem er absolut KEINE Zufütterung wollte (er hat permanent die Zunge auf die Spritze gedrückt, so dass ja nix rauskam) wurde mir
dann doch schon anders. Als abends, beim 2. Auslauf, der Bauch hart wurde und er sich nicht mehr massieren lassen wollte, gabs Sab
Simplex. Es war ein Kampf, aber irgendwas landete davon im Tier. Stunden später gabs 2 winzig kleine Kötel. Na, immerhin.
ICh fragte ihn nach der Ursache der Zahnprobleme. O-Ton: Es war Pech und geht wieder weg. Nicht was du denkst. (ich dachte
Zahnanomalie) Ich fragte, was ich für ihn tun kann. O-Ton: Mir gefällt deine Betreuung. Lässt du mich nochmal laufen? Das tat ich dann
auch mitten in der Nacht (wozu Urlaub gut sein kann...). Heute Morgen wurde ich mit mind. 20 Kötel auf seinem Schlaf-Schieferstein
belohnt, die zwar recht klein und vertrocknet aussahen, aber es waren Kötel. Frischen Apfel hat er nur angebissen und
weggeschmissen, dafür getrocknete Birne - und die hat ja ne harte Schale - vor meinen Augen gefressen. Ging zwar sehr langsam,
aber Stück für Stück hat er sie zerkleinert und gefressen. Heute gehts dann also mit Tony-Verwöhnprogramm weiter, so dass ich jetzt davon ausgehe, dass es stetig mit ihm Berg auf geht.
Habe mit Tony gesprochen, hier unser Gespräch: Was ist die Ursache der Zahnspitzen Ich gehe davon aus, dass es der harte Ast war Welche Ursache hat das Augenproblem keine Ahnung
Warum hilft dir die Salbe nicht die brennt Was kann ich noch für dich tun, dass es dir bald besser geht du tust doch alles für mich Was macht deine Verdauung
die fängt an zu funktionieren Warum kannst du noch nciht richtig fressen es tut noch weh Was kann ich dir noch anbieten Eine Birne wäre schön
Warum wehrst du dich so gegen die Medikamente? Ich will dich doch nicht quälen, ich will dir nur helfen. Verzeihung. Du bist kein Quäler. Gib mir, was ich brauche.
Gibts noch was, was du mir sagen möchtest Fahr zu Anja, da gehts dir gut. Ich komm klar
Ich finds erstaunlich, der Kleine liest meine Gedanken. Ursprünglich wollte ich nämlich zu Anja fahren, hab natürlich alles auf Eis gelegt wegen ihm.
11.10.2009
Keine weitere Abnahme, er versucht weiterhin, alles Mögliche zu fressen, Augen sehen etwas besser aus, obwohl ich ihm versprechen
musste, diese brennende Tropfen erst einmal wegzulassen, bis Verdauung und Co wieder funktionieren. Er frisst schon ein wenig
schneller und paar mehr und größere Kötel waren heute schon zusehen, die zwar immer noch nach Verstopfung aussehen, aber eine
Besserung auf jeden Fall sind. Auch sitzt er seit Freitag Nacht öfters mal auf seinem Lieblingsast, bisher hat er scih unters Dach
verkrochen. Alles in allem ein gutes Zeichen. Als er Freitag Abend dann im Flur während des Auslaufes mit seinen Zähnen die
Schranktür öffnete, meinte ich nur noch zu ihm: "Also, wer mit seinen Zähnen Schranktüren öffnen kann, der kann auch Pellets
fressen..." Samstag war er beim Auslauf schon wieder voll der Clown. War extra in den Garten meiner Eltern gefahren und hab die
letzten Rosenblüten, Löwenzahn und paar frische Ästchen abgestaubt, mit Erfolg, er fraß besonders seine frischen Rosenblüten mit
Wonne. Heute Morgen (Sonntag) habe ich gesehen, dass das Heu durchwühlt war. Vermutlich gingen auch schon paar Heuhalme. Er
lehnt Apfel ab (scheint ihm noch zu brennen), aber Birne nimmt er. Auch lässt er sich wieder durchknuddeln. Augen noch ein wenig
eitrig, naja, Montag gibts die Diagnose vom Abstrich. Dann schauen wir weiter. Für mich stand jetzt erst mal die Verdauung an erster Stelle.
15.10.2009 - Anruf Tierklinik
Befund Abstrich vom Auge (Entzündung) ohne Befund, nix bakterielles nachweisbar, weiterhin die AB-Augentropfen geben, wenn bis
nächste Woche nicht weg, Tony wieder vorstellen. Konnte Tony heute auch dazu überreden, nachdem ihm die ja brannten und wir im
gegenseitigen Einvernehmen diese absetzten, um erst einmal wieder Verdauung und Zähnchen in Griff zu bekommen. Heute lies er
sich brav die Augentropfen verabreichen - mit der Aussicht auf Auslauf... Verdauung fast wieder normal, Gewicht ging insgesamt 30g
runter, jetzt wieder langsam nach oben (von gestern auf heute 5g), Kötel wieder fast normal groß, Pellets fressen geht schneller, überhaupt ist er wieder voll das Kuscheltier - wie vor der Behandlung.
25.11.2009 Seit 3 Nächten werde ich öfters mal geweckt...wo ich mich früher drüber geärgert habe, genieße ich, diese Geräusche zu hören: Tony,
mein Zähnchen, nagt und spitzt an, was ihm unter die Pfoten ähm Zähne kommt, stützt den Ast dabei am Gitter ab und schmeißt nach
Zerkleinerung die Ergebnisse aus dem Käfig...wie in alten Zeiten. Gewicht pendelt zw. 720-730g, Augen seit 3 Tagen "fettig" drum
herum, d.h. trocken, bis er sich den "Schlaf" aus dem Auge reibt, dann siehts fettig aus. Munter ist er wie schon lang nicht mehr - der
rast nur noch so durch den Käfig, eine wahre Freude. Hoffe, es bleibt lange so.
13.12.2009
Einen Tag ist alles iO, dann wieder tränt es... Die Augentropfen von der TÄ machen alles noch schlimmer, denn die brennen ihm und er
versucht sie rauszuwischen und sieht dann aus, als reißt er sich das Fell mit raus. Die Salbe von Michi ist noch die beste Alternative.
Angi hat eine neue Möglichkeit für die Ursache überlegt. Tony ist doch nach der Trennung von Louis immer wieder im Schlaf vom Ast
gefallen, wie Gleichgewichtsstörungen. Evlt. hat sich dadurch der Kieferknochen verschoben, wenn er da vielleicht raufgefallen ist.
Dann könnte es Schübe geben, die eben diese Probleme verursachen. Angi und ich haben beschlossen, dass, falls er noch mal zum
Zahnarzt muss, dann auch das Röntgen gemacht wird. Bis dahin ist er mein zweites rund um die Uhr bewachte Chin, wird jeden Tag
gewogen, sein Futternapf auch, Tränenkanal massiert und jetzt bekommt er (ergab sich im Telefonat mit Angi) Calzium phosphoricum
als Schüsslersalz. Die Theorie ist, dass ihm Calzium fehlt, denn die oberen Zähne sind quietschorange, die unteren hell.
01.01.2010
Tonys Auge ist mal trocken, mal feucht, mal das zweite Auge auch, dann wieder alles trocken. Er hat nochmal etwas Gewicht verloren,
pendelt jetzt zwischen 700 - 710g. Nun ist sein Problem, dass er schon immer Gewichtsschwankungen hatte, nur ich werde langsam
panisch, dass es wieder los geht mit Zahnproblemen. Auf der anderen Seite ist er fitter und mobiler wie bisher bekannt; der flitzt mit
einer Energie durch den Käfig, wenn ich nicht aufpasse, entwischt er mir für einen Freigang und beschäftigt sich lange mit seinen Ästen. Ein aktuelles Video möchte ich hier mal veröffentlichen.
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Tony bei der Arbeit
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Tony nach der Arbeit
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