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 Die Fortbewegung Ich sage ja immer ganz gerne, die Fortbewegung des Chinchillas ist eine Mischung zwischen Hase und Känguruh. Die Hinterbeine sind ebenso kräftig entwickelt, wie bei den
beiden, während die Vorderpfoten mehr nur eine Greif- und Stützfunktion übernehmen. Wenn Sie sich die Unterseite der Hinterfüße anschauen, wird es auf Sie wirken, als hätte
Ihr Chinchilla Sportschuhe an. Die Gnubbel, die aussehen wie Gummipuffer, sind dazu da, dass es sich auch in rutschigen Gegenden, in der Heimat auf Felsen, fortbewegen kann.
Aus dem Stand heraus ist ein Chinchilla fähig, bis zu einen Meter hoch zu
springen. Eigentlich könnte ein Chinchilla bis zu zwei Meter weitspringen, aber wer hat schon so viel Platz in seiner Wohnung? In freier Natur ist das für die Tiere jedoch von großem Vorteil. Leidenschaftlich
gerne springt das Chinchilla an die Wand und dreht während des "Fluges", um eine andere Richtung einzuschlagen.
Der Schwanz dient dem Chinchilla dabei als Steuer- und Ruderinstrument. Er gleicht während des Laufens und Springens seinen Körper aus.
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 Die Zähne Chinchilla haben lange und wurzellose Schneidezähne, die genau wie die Backenzähne
ständig nachwachsen und darum ständig durch Äste, hartes Brot o.ä. vom Chinchilla selbst "abgeschliffen" werden müssen. Die Farbe des Zahnschmelzes ist Dunkelorange,
wenn er gesund ist. Pellets kauen bringen dem Chinchilla den Längsabrieb; Heu zermalmen den Querabrieb der Backenzähne. Fällt eines eine zeitlang aus, z.B. durch Krankheit oder Verletzung der
Mundschleimhaut o.ä., bilden sich Zahnspitzen. Diese müssen vom Tierarzt - meist unter leichter Gasnarkose - abgeschliffen werden. Nicht wenig häufig bilden sich sogenannte Brücken über die
Zunge. Dies sind Zahnspitzen an den Backenzähnen, die auf der Innenseite liegend diese Brücken
bilden. Ebenso möglich sind zu lange Schneidezähne, die im schlimmsten Fall den Tränenkanal durchstoßen können. Das sind höllische Schmerzen und diese Tiere sollte man so schnell wie möglich erlösen.
Dies ist ein Chinchilla-Vorderzahn. Er ist ca. 2 cm lang. Was Sie am Rand noch farblich sehen
können, ist eingetrocknetes Blut. So können Sie erkennen, wie weit ein Chinchillazahn im Kiefer des Tieres steckt.
Foto ausgezogener Chinchillazahn mit freundlicher Genehmigung von Nadine.
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Die Verdauung Der Verdauungstrakt ist nur auf karge Nahrung ausgelegt. Deshalb wird es schnell Probleme
bekommen, wenn Halter hergehen und die Tiere falsch füttern. Chinchillas naschen gerne, in Maßen ist es auch o.k., sozusagen mal ein Leckerli. Übertreibt man es, kann es in sehr schweren Fällen sogar
bis zum Tod kommen.
Der Darm des Chinchillas ist ca. 3 Meter lang. Das zeigt, wie
lange die Nahrung für den Weg nach draußen benötigt. Das Chinchilla benötigt daher ständig Heu und Peletts als Hauptnahrungsmittel, weil genau dies am besten zu verwerten ist.
Ab und zu frisst das Chinchilla seinen eigenen Kot. LASSEN SIE IHN DIES TUN. Darüber wird der größte Teil des Vitamin B- und K-Haushaltes befriedigt.
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Das Fell
Die Härchen des Chinchillas sind ca. 3 cm lang und wachsen in Büscheln von bis zu 60 Härchen aus einer Wurzel.
Vor Kälte und Wind kann sich das Chinchilla in seiner Urheimat wunderbar schützen, aber das Fell darf nie nass werden. Das Chinchilla besitzt keine Talg- oder Schweißdrüsen, dadurch würde das
Fell sofort verkleben. Wird das Chinchilla trotzdem einmal nass, sollten Sie es vorsichtig abtrocknen und es sehr vorsichtig fönen (auf kleinster Stufe). Anschließend kämmen Sie es, damit das Fell
weniger Gelegenheit hat, zu verknoten.
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Die Augen
Mit den riesigen runden Augen kann das Chinchilla zwar fast nicht räumlich sehen, aber da sie sich leicht
hervorstehend seitlich am Kopf befinden, kann es prima nach hinten oder nach oben schauen. Auseinanderklaffende Aussagen gibt es darüber, wie gut ein Chinchilla überhaupt sehen kann. Wenn ich
meine so beobachte, möchte ich behaupten, dass alles, was quasi fast vor ihren Nasen passiert, nicht oder zu spät gesehen wird, dagegen alles, was weit weg ist, sehr gut wahrgenommen wird. Eines fällt mir
nämlich auf: Sie rennen einfach drauf los, ohne Angst zu haben, aber wenn mal ein Sitzbrett an einer anderen Stelle wieder angebaut wurde, springen sie ins Leere, als würden sie es nicht sehen.
Schaut der Tierarzt dem Chinchilla ins Auge, können Sie erkennen, dass die Linse von der Form her einem Alligator gleicht.
Manchmal sitzt dem Chinchilla auch der Schelm im Nacken. Können Sie etwas blaues am Auge erkennen, können Sie sicher sein, dass Ihr Chinchilla gleich wieder etwas ausheckt.
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Die Ohren
Die meist riesigen Ohrmuscheln kann das Chinchilla gut bewegen. Es hat ein hervorragendes Hörvermögen.
Außerdem übernehmen die Ohren aufgrund der guten Durchblutung die Temperaturregelung.
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Die Barthaare
Als nachtaktives Tier ist das Chinchilla auf die langen Tasthaare angewiesen,
denn sie dienen zur Orientierung für unbekannte Gegenstände. Sie ertasten quasi damit die Länge und Breite. Zusammen mit dem sehr gut ausgeprägten
Geruchssinn und dem immer stattfindenden Probebiss findet die Untersuchung von allem neuen statt.
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Die Nase
Chinchillas verfügen über einen sehr ausgeprägten Geruchssinn. Das können Sie leicht einmal testen,
indem Sie ihnen Ihren Finger an die Nase halten, mit dem Sie vorher beispielsweise Zwiebeln oder ähnliches angefasst haben. Es wird schnellstens flüchten. Deshalb kommt es oft vor, dass Chinchillas
bestimmtes Futter nicht anrühren, weil es nicht Chinchilla-gerecht riecht. Dann wird es erst gar nicht gekostet.
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Geschlechtsbestimmung Männchen: Der Penis ist hier wohl das deutlichste Erkennungssignal. Spatestens wenn sich
das Chinchilla putzt und säubert, wird sehr deutlich gezeigt, dass es ein Männchen ist, denn sein bestes Stück wird sehr akribisch gesäubert. Ist das Tier bereits geschlechtsreif, können
Sie ganz deutlich hinter dem After die Hoden (halbrund) erkennen.
Weibchen: Die Chinchillaweibchen haben einen Harnröhrenzapfen, der zwar auf dem ersten Blick
Ähnlichkeit mit einem Penis haben könnte (im ruhigen Zustand), jedoch ist der Abstand zwischen Harnröhre und Vagina viel kleiner als bei einem Männchen. Und dies ist der große Unterschied dabei. Foto weibliche Geschlechtsbestimmung mit freundlicher Genehmigung von Nadine.
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