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Ein kurzer Chinchilla-Steckbrief
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Lebenserwartung:
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15 - 20 Jahre
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Körperlänge:
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25 - 35 cm
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Schwanzlänge:
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15 - 20 cm
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Gewicht:
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durchschnittlich 500 - 600g, Zuchttiere bis 1000g
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Geschlechtsreife:
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mit 4 - 5 Monaten
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Dauer des Sexualzyklus
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28 Tage
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Trächtigkeitsdauer:
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111 Tage
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Anzahl der Jungen pro Wurf:
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1 - 4
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Anzahl der Würfe pro Jahr:
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bis zu 3
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normale Körpertemperatur:
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37,5 - 38,5 °C
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Herzfrequenz:
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200 - 240/min
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Atemfrequenz in Ruhephase:
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80 - 120/min
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Ein wenig Geschichte
Der erste, der über Chinchillas in einem Buch geschrieben hat, war Josef de Acosta in “Sittengeschichte von Indien”, 1591.
Im Zoo in Europa, genauer gesagt in London, konnte man Chinchillas das erste Mal 1829 bewundern, nach Deutschland in den Hamburger Zoo kamen sie erst 1865.
Um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert wurden die beiden Chinchilla-Arten, Kurzschwanz- und
Langschwanzchinchilla beinahe ausgerottet, zu begehrt war ihr Fell. Jährlich bis zu 500.000 Felle wurden aus dem
Südamerika ausgeführt. Dem Amerikaner M.F. Capman ist es zu verdanken, dass uns die Chinchillas als Haustiere
erhalten blieben. Er brachte 1923 elf eingefangene Langschwanzchinchillas in die USA. Nun wurden die
Chinchillazucht in Gefangenschaft weltweit betrieben. Die Heimatländer der Chinchillas, Chile, Bolivien, Argentinien und Peru verhingen 1918 sogar eine Fang- und Exportsperre.
1929 versuchte man die Wildchinchillas unter gesetzlichen Schutz zu stellen, doch da die wertvollen Pelze ein
lukratives Geschäft waren, wurde weiter gewildert. Die wenigsten Menschen interessierten sich zu dieser Zeit für die Chinchillas als Haustiere.
Erst 1974 begann die chilenische Regierung, sich um die letzten frei lebenden Tiere zu kümmern. Im Jahre 1984
schuf man das “Las Chinchilla-Reservat”; dem Chinchilla und seiner Erforschung steht damit ein riesiges, streng
bewachtes Land zur Verfügung, wodurch die drohende Ausrottung durch die Unterstützung von Tier- und Naturfreunden aus aller Welt verhindert werden soll.
Eines ist jedoch geblieben: Der Streit darüber, wie es nun richtig heißt: DER, DIE oder DAS Chinchilla. Befragt man Kollege Duden, sagt der dazu folgendes:
- der Chinchilla, meint man den Pelz des Tieres - das und die Chinchilla, meint man das Tier
Ich habe mich für DAS Chinchilla entschieden, weil es am häufigsten so benutzt wird.
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Leben in der Heimat Die ursprüngliche Heimat der Chinchillas
war die Hochebene und das Hochgebirge des Südwestens und Westens von Südamerika. Dies ist genauer gesagt ein Teil der Bergwelt der Anden von Chile, Bolivien und Peru. In Argentinien wurden damals auch
wild lebende Chinchillas gesehen.
Die Tiere lebten dort in Höhen zwischen 2000 und 4000 m Höhe in Küstennähe. Sehr selten regnete es, dadurch war das Klima trocken. Feuchtigkeit durch Nebel
aufgrund der Küstennähe gab es häufig.
Chinchillas waren dort sehr großen Temperaturschwankungen ausgesetzt. Tagsüber stieg die Temperatur auf bis zu 30 Grad im Schatten an, nachts fiel sie
hingegen bis auf Minusgrade ab. Hierbei ist jedoch eines zu beachten: Die Tiere dort waren es gewohnt, so zu leben, sie hatten sich im Laufe von Jahren und Jahrzehnten an das Klima gewöhnt. Die
überzüchteten Chinchillas der heutigen Zeit würden daran jämmerlich zugrunde gehen.
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Systematik Die Kurzschwanzchinchillas teilen sich in 2 Unterarten auf:
Das Königschinchilla
hatte eine Kopf-Rumpflänge von 360 - 380 mm, eine Schwanzlänge von 140 - 160 mm und die Ohren waren 40 - 50 mm lang. Es ist wahrscheinlich schon völlig ausgestorben. Ein ausgestopftes Exemplar kann im Senckenberg-Museum in Frankfurt/Main besichtigt werden.
Das kleine Kurzschwanzchinchilla hat eine Kopf-Rumpflänge von 300 - 320 mm, eine Schwanzlänge von 140 - 160 mm und eine Ohrenlänge von 40 - 50 mm. Es kommt sowohl in der
Natur als auch als Haustier nur noch sehr selten vor.
Das Langschwanzchinchilla
hat eine Kopf-Rumpflänge von 250 - 260 mm, eine Schwanzlänge von 170 - 180 mm und eine Ohrenlänge von 60 mm. Es wird am häufigsten als Haustier gehalten. Die frei lebenden Tiere sind ebenfalls fast ausgestorben.
Das Langschwanzchinchilla unterteilt sich nochmals in 3 Typen:
La Plata-Typ
Dieser Typ ist kleiner als das Kurzschwanzchinchilla. Sie zeigen einen verwaschenen Grauton von Mittel bis Dunkelgrau.
Costina-Typ Der Costina-Typ ist kleiner als der La Plata-Typ und
wiegt nur zwischen 350 und 450 g. Die Tiere weisen eine längliche Wuchsform auf mit einer spitzen Schnauze und einem länglichen schmalen Kopf. Außerdem besitzen sie ein sehr seidiges Fell mit
mitteldunkler bis dunkler Farbe.
Raton-Typ (Zwergchinchilla) Dieser Typ erreicht nur ein Gewicht von 150 - 200 g. Es zeigt eine klare Fellfarbe von dunkel bis sehr dunkel und hat einen
sehr dichten Haarwuchs.
Aus La Plata und Costina wurden jeweils die Tiere mit besten Eigenschaften zur Züchtung benutzt. Daher gibt es keine Tiere mehr in ihrer ursprünglichen Form. Durch die
Kreuzung entstand jeweils ein Mischtyp, ein so genannter Hybrid.
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Das Haarkleid
Gemeinsames Merkmal aller Standard-Chinchillas ist die Art der Fellaufteilung: Das untere Teil
des Haares ist dunkelgrau, der mittlere Teil in hellerer Farbe, die Haarspitzen sind dann wieder dunkelgrau bis schwarz. Bei dem gesamten Fell sieht es ähnlich aus: der Bauch ist weiß, die
Seiten sind grau und dann folgt ein dunkelgrauer bis schwarzer Rücken.
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